Hornstein startet Aktionsplan gegen Ratten im Ortsgebiet

Eisenstadt

Bekämpfung

Bürgermeister Christoph Wolf (Mitte) ruft die Bevölkerung auf, bei der Rattenbekämpfung zu helfen.

Bürgermeister Christoph Wolf (Mitte) ruft die Bevölkerung auf, bei der Rattenbekämpfung zu helfen.

© Gemeinde Hornstein

In den vergangenen Monaten wurden in mehreren Gemeinden des Bezirks vermehrt Ratten gesichtet. Auch in Hornstein gingen entsprechende Meldungen ein. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und gesundheitliche Risiken zu verringern, arbeitet die Marktgemeinde derzeit einen Aktionsplan zur Rattenbekämpfung im gesamten Ortsgebiet ab.

Dafür hat die Gemeinde eine Rattenverordnung erlassen. Sie soll eine flächendeckende Bekämpfung ermöglichen. Nach Erfahrungen aus den vergangenen Jahren reichen Maßnahmen im öffentlichen Kanalnetz allein nicht aus, wenn auf betroffenen Privatgrundstücken keine Bekämpfung erfolgt.

Bürgermeister Christoph Wolf verweist auf die Notwendigkeit eines gemeinsamen Vorgehens: „Wir nehmen die gemeldeten Sichtungen ernst und wollen rasch sowie nachhaltig handeln. Unser Ziel ist es, das Problem fachgerecht und langfristig in den Griff zu bekommen, bevor sich die Situation verschärft.“

Öffentliche Flächen und Privatgrundstücke im Fokus

Die Gemeinde arbeitet bei der Aktion mit einem befugten Schädlingsbekämpfungsunternehmen zusammen. Dieses soll sowohl das öffentliche Kanalnetz als auch jene Privatliegenschaften einbeziehen, auf denen ein Befall festgestellt wurde oder nach fachlicher Einschätzung ein erhöhtes Risiko besteht.

Wolf betont dabei die Bedeutung einer zeitgleichen Bekämpfung: „Ratten kennen keine Grundstücksgrenzen. Deshalb kann eine erfolgreiche Bekämpfung nur dann gelingen, wenn öffentliche Flächen und Privatgrundstücke gleichzeitig berücksichtigt werden. Mit der neuen Verordnung schaffen wir dafür die notwendige rechtliche Grundlage.“

Als Anreiz übernimmt die Marktgemeinde während des Aktionszeitraums die Kosten der erforderlichen Bekämpfungsmaßnahmen auf Privatgrundstücken. Damit sollen möglichst viele Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer zur Teilnahme bewegt werden.

„Uns ist bewusst, dass eine wirksame Bekämpfung nur gemeinsam mit den betroffenen Grundstückseigentümern möglich ist. Deshalb übernimmt die Gemeinde im Aktionszeitraum die Kosten der notwendigen Bekämpfungsmaßnahmen auf Privatgrundstücken. Damit wollen wir Hemmschwellen abbauen und eine möglichst flächendeckende Teilnahme sicherstellen“, so Wolf.

Gemeinde investiert rund 15.000 Euro

Für die Maßnahmen im gesamten Ortsgebiet sind laut Gemeinde rund 15.000 Euro vorgesehen. Ziel ist eine möglichst zeitgleiche Bekämpfung, um einen nachhaltigen Erfolg zu erreichen.

Gleichzeitig ruft die Gemeinde die Bevölkerung dazu auf, mögliche Hinweise auf einen Befall zu melden. Rattensichtungen sollen möglichst genau dokumentiert, idealerweise fotografiert und an das Rathaus gemeldet werden. Die Gemeinde sammelt und prüft die Hinweise und vereinbart anschließend gemeinsam mit dem beauftragten Schädlingsbekämpfungsunternehmen Besichtigungstermine.

„Prävention ist ein entscheidender Faktor. Je früher Hinweise auf einen Befall gemeldet werden, desto gezielter und erfolgreicher können wir reagieren. Deshalb ersuche ich die Bevölkerung um ihre Unterstützung“, appelliert Wolf.