Optionen für die Versorgung

Nahversorgung Wimpassing

Welche Unterstützung gibt es für den täglichen Einkauf, wenn es keinen Nahversorger mehr im Ort gibt? Dieser Frage wurde in Wimpassing im Rahmen eines Informationsabend durch die Gemeindeführung nachgegangen.

Gemeinsam. Bürgermeister Ernst Edelmann (SPÖ), Sabine Wecko (Soziale Dienste Bgld.), Denise Krammer (BAST) sowie Gemeinderat Wolfgang Bauer (Bürgerliste) und Vizebürgermeister Andreas Borusek (SPÖ, v.l.) bieten Hilfe für die Einkäufe des täglichen Bedars an.

Gemeinsam. Bürgermeister Ernst Edelmann (SPÖ), Sabine Wecko (Soziale Dienste Bgld.), Denise Krammer (BAST) sowie Gemeinderat Wolfgang Bauer (Bürgerliste) und Vizebürgermeister Andreas Borusek (SPÖ, v.l.) bieten Hilfe für die Einkäufe des täglichen Bedars an.

© BVZ/Furtner-Janisch

Da der Nahversorger in Wimpassing mit Ende Juli schloss, stellte sich für Einwohner ohne Auto die Frage, wo und wie sie nun Dinge des täglichen Bedarfs einkaufen können. Nachdem die ÖVP im August dazu eine Gemeinderatssitzung einberufen hatte, machte man sich auf gemeinde-politischer Ebene Gedanken, wie geholfen werden kann. Bei einem Informationsabend informierten Vertreter der Sozialen Dienste Burgenland und BAST (Burgenländisches AnrufSammelTaxi) sowie des Gemeinderats über Angebote.

Soziale Dienste Bgld. könne etwa als Drehscheibe zu Organisationen beraten und unterstützen, erklärte Sabine Wecko. Pflegeträgerorganisation in den Regionen „bieten etwa die Hilfe über Heimhilfen an, die mit oder für jemanden einkaufen gehen können“, so Wecko. Hier müsse man einen entsprechenden Stundensatz für die Angestellte der Pflegeorganisation zahlen.

Auch der BAST könne einfach genutzt werden, wie Denise Krammer dazu ins Detail ging. Das BAST kann man telefonisch oder online reservieren und damit zu einem in einem Nachbarort einkaufen fahren. Grundbedingungen sind, dass die Fahrtstrecke mindestens zwei Kilometer, maximal 30 Kilometer beträgt sowie es 30 Minuten vor oder nach der gewünschten Zeit kein öffentliches Verkehrsmittel (etwa Bus) gibt. Die Kosten entsprechen den Tarifen der öffentlichen Verkehrsmittel, auch das Klimaticket gilt.

Man solle "keine Scheu haben, sich zu melden!"

Die Gemeinderäte überlegen, Bestellungen, die online über Click&Collect getätigt werden, im Supermarkt im Nachbarort abzuholen. Hier müsse man sich entsprechend absprechen, wie etwa Gemeinderat Wolfgang Bauer (Bürgerliste) erklärte. Weiters gibt es einen Bäcker, der mehrmals in der Woche durch den Ort fährt und in verschiedenen Straßen Station macht.

Generell versuche Bürgermeister Ernst Edelmann (SPÖ) weiterhin, einen Nahversorger für den Ort zu gewinnen. „Bisher haben alle abgesagt, da die Frequenz zu gering sei“, so Edelmann. Er habe auch mit der Apotheke in Hornstein gesprochen, die „sich die Einrichtung eines Lieferdienstes wie vor Corona vorstellen kann“, sagt er. Was alle drei betonten: „Melden Sie sich, wenn Sie Hilfe brauchen!“ Man solle sich nicht scheuen, die Stellen zu kontaktieren.