Schwimmende Krippe und versenkter Weihnachtsbaum in Oggauer Hafen
Advent in Oggau
Die Eröffnung der Schwimmenden Krippe und das Weihnachtsbaum-Versenken ist in Oggau zur Tradition geworden.
Team. Bernadette Platzer, Werner Dimeg, Viktoria Kudelova, Stefan Ferschich, Wolfgang Karner, Laura Erhardt und Frank Schollmeyer (v.l.) von der ÖWR mit dem Weihnachtsbaum, der im See versenkt wurde.
© Furtner-Janisch
Bereits zum vierten Mal wurde im Oggauer Hafen die „Schwimmende Krippe“ eröffnet. Zur feierlichen Einschaltung der Beleuchtung der Krippe luden auch in diesem Jahr der Hafen Oggau, mit Marie Luis-Butterfly an der Spitze, zusammen mit dem Team der Österreichischen Wasserrettung (ÖWR) Stützpunkt Oggau, mit Landesleiter Stefan Ferschich. Dabei durfte auch das traditionelle Versenken des Weihnachtsbaum durch die ÖRW nicht fehlen.
Bevor der Baum aber im Wasser verschwand, konnten die Besucher kleine Zettel mit ihren Wünschen daran anbringen. „Wir erinnern damit an die Menschen, die im vergangenen Jahr am Wasser zu schaden gekommen sind. Gleichzeitig danken wir dafür, dass wir von unseren Einsätzen Wohlbehalten zurück kehren konnten“, erklärt Ferschich die Tradition.
Er nutzte auch die Gelegenheit, um eine kurze Übersicht über die Arbeit der ÖWR im letzten Jahr zu geben. Insgesamt wurden 1603 Stunden (darunter 338 Stunden bei Sonderdiensten, 260 Stunden in der Ausbildung und 891 Stunden bei Seediensten) ehrenamtlich durch die Mitglieder der ÖWR geleistet. Bei vier der Dienste musste Erste Hilfe geleistet werden, bei zwei Überwachungen der Patienten. „Leider musste ein Todesfall am Neufelder See beklagt werden“, so der Landesleiter.
Schlichtere Krippe: Zurück zum Ursprung
Nach der Segnung des Weihnachtsbaums durch Monsignore Johannes Salzl, schwammen zwei Taucher in Begleitung zweier Rettungsschwimmer mit Fackeln zur Krippe und befestigten den Baum dort unter der Krippe.
Diese erstrahlt in diesem Jahr in einem etwas anderen Licht. „Wir haben die Krippe wieder schlichter gestaltet und gehen so wieder mehr zurück zum Ursprung. Die Figuren tragen verschiedene Farben – die Grundfarben – und Prismen. Werden diese Farben durch die Prismen gebündelt, erhält man ein weißes Licht. Dieses steht für das göttliche Licht, das uns Kraft gibt, etwa um nach Schicksalsschlägen weiter zu machen. Es steht auch für das Zusammenhalten“, erklärt Hafenleiterin Marie-Luis-Butterfly.
Ein besonderer Effekt wird auch durch die Spiegelung im Seewasser erzeugt. Die Schwimmende Krippe stammt vom Künstler Slobodan Oreščanin, die jährliche Neugestaltung übernimmt ein Team rund um Marie Luis-Butterfly. Das Schauspiel kann täglich beim Hafenrestaurant besichtigt werden.