FPÖ holt Platz 1 in Rust, aber Ries verabschiedet sich aus Nationalrat

Analyse

Der kleinste Bezirk Österreichs ist die Storchenstadt Rust. Dort könnte die FPÖ um Noch-Nationalratsabgeordneten Christian Ries den ersten Platz holen. Für Ries war es dennoch die letzte Periode im Nationalrat, er konzentriert sich nun auf die Landespolitik

Der scheidende Nationalrat Christian Ries aus Rust beim Aufstellen der FPÖ-Wahlplakate.

Der scheidende Nationalrat Christian Ries aus Rust beim Aufstellen der FPÖ-Wahlplakate.

© zVg

Mit 29,5 Prozent liegt die FPÖ in Rust auch (leicht) über dem Landesschnitt. Die Bürgermeisterpartei SPÖ muss ein Minus von 3,35 Prozent wegstecken, die ÖVP rasselte mit einem Minus von 8,31 Prozent auf den Dritten Platz hinunter. Beachtlich ist in der Storchenstadt auch das Ergebnis der NEOS mit 7,26 Prozent.

FPÖ holt Platz 1 in Rust, aber Ries verabschiedet sich aus Nationalrat

© BVZ

Für Ries war es trotz des Wahlsieges in Bund, Land und Stadt die letzte Periode im Nationalrat. Er wird sich künftig der Landespolitik widmen. Genaueres kann und will er aber erst nach der Listenerstellung für die Landtagswahl dazu sagen, erklärt er gegenüber der BVZ: „Nachdem unser Obmann nach Wien orientiert, brauchen wir nach den Landtagswahlen erfahrene Mandatare - zusätzlich zu den Neuen, die wir uns durch ein stärkeres Wahlergebnis erwarten.“ Als ehemaliger Klubdirektor im Landtag bringe er dafür die nötige Routine mit.

Nach dem „Blue Monday“, an dem die Freiheitlichen nach einem Wahlsonntag traditionell blaumachen, zeigt sich Ries logischerweise zufrieden, insebsondere auch über das Ergebns in Rust: „Das ist natürlich ein besonderes Ergebnis. Ich glaub, dass wir als Ortsgruppe da auch einen Anteil daran haben.“

Tipps bräuchten seine Kollegen und Nachfolger im Nationalrat nicht von ihm, „die bekommen dort rundum Unterstützung von einem tollen Team.“ Generell allen burgenländischen Nationalratsabgeordneten möchte er aber mit auf ihren Weg nach Wien geben: „Vergesst nicht auf unser Burgenland vergessen. Da kommen wir her und da sitzen unsere Wähller. Die erwarten sich – parteiübergreifend! – das wir für das Burgenland arbeiten.“