Lenker und Gast rauften wegen Taxi-Fuhrlohn
Beide angeklagt
Im November 2025 waren sich ein Taxifahrer und sein Gast wegen des Fuhrlohns in die Haare geraten. Jetzt standen beide vor Gericht.
Am Ende der Taxifahrt gab es Streit wegen der Kosten.
© Symbolbild: Von santypan, Shutterstock.com, Von santypan, Shutterstock.com
Für den 55-jährigen Taxifahrer aus dem Bezirk Mattersburg und den 39-jährigen Wiener gab es am Dienstag, 12. Mai 2026, ein Wiedersehen am Landesgericht Eisenstadt.
Der Wiener hatte im November 2025 den Taxifahrer aus dem Bezirk Mattersburg angerufen, weil er ursprünglich vorhatte, von Eisenstadt nach Mattersburg zu fahren.
Doch dann überlegte er es sich anders und ließ sich nur nach Siegendorf führen. Der Taxifahrer argumentierte, dass er extra von Mattersburg nach Eisenstadt hatte fahren müssen, und verlangte einen entsprechend hohen Fuhrlohn.
Darüber ärgerte sich der Wiener. Die beiden Männer begannen zu raufen, am Schluss hatte der Fahrgast eine gebrochene Nase und auch der Taxifahrer klagte über einige Blessuren.
„Ich hatte eine Getränkedose und eine Leberkäsesemmel in der Hand und ließ beides fallen“, berichtete der Wiener vor Gericht. Der Taxifahrer habe ihm einen Kopfstoß versetzt, er habe sich gewehrt. „Ich glaube, dass ich ihm dabei die Verletzung zufügte“, meinte er.
„Der Herr hat nichts bezahlt, nicht so viel, wie ich verlangte“, erzählte der Taxifahrer.
Die Richterin bot beiden unbescholtenen Angeklagten eine Diversion an. Der besser verdienende Wiener muss 1.600 Euro Geldbuße bezahlen, der Taxifahrer 840 Euro. Beide müssen außerdem jeweils 150 Euro Gerichtskosten übernehmen.
„Eine teure Taxifahrt“, stellte einer der Anwälte fest. Beide Angeklagten nahmen den Diversionsvorschlag an.