Hofer: „Werde nicht mit Eisenbesen, sondern Teppichschoner aufräumen”
Blaues Wahlkampffinale
Die FPÖ schloss am Freitag ihren Wahlkampf im Eisenstädter Hotel Galantha ab. Neben Spitzenkandidat Norbert Hofer sprachen auch Landesparteichef Alexander Petschnig und die Salzburger Landeshauptmann-Stellvertreterin Marlene Svazek. Dabei wurden Themen wie Budgetkonsolidierung, Asylpolitik und der Zustand der Pflege diskutiert.
Großes Interesse auch der Bundes-Medien: Parteichef Alexander Petschnig, Spitzenkandidat Norbert Hofer und die zum FPÖ-Wahlkampffinale angereiste Salzburger LH-Stellvertreterin Marlene Svazek bei der Abschluss-Pressekonferenz im Eisenstädter Hotel Galantha.
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Alexander Petschnig kritisierte bei der finalen Pressekonferenz sowohl die gescheiterte „Zuckerl-Koalition“: „Drei Monate Verhandlungszeit wurden uns gestohlen.“ SPÖ-Landeshauptmann Hans Peter Doskozils Kritik an den geplanten Einsparungen hielt er deswegen auch für unzulässig. Der Erhalt der CO2-Steuer sei kein Wunschziel der FPÖ gewesen, im Gegenteil, man habe aufgrund des hinterlassenen „schwarz-grünen Trümmerhaufens“ Verantwortung übernehmen und möglichst schnell Einsparungspotenziale nach Brüssel weiterleiten müssen. Doskozil möge vor seiner eigenen Türe kehren: „Es fehlt ihm selbst der Mut zur Reform“, so Petschnig, der auch Strukturreformen im Burgenland vermisst.
Salzburg als Vorbild für Burgenland
Marlene Svazek, die extra aus Salzburg angereist war, stellte klar, dass die FPÖ sich längst von der reinen Protestpartei zur Regierungspartei entwickelt habe. Sie hob die Budgetkonsolidierung in Salzburg als Erfolgsmodell hervor und merkte an, dass im Burgenland das Wort „Konsolidierung“ praktisch nicht existiere. Sie betonte zudem, dass die FPÖ sich für Eigentumsmodelle wie das Mietkaufmodell in Salzburg einsetze und Kinderbetreuung stärker auf menschliche Qualitäten als auf Akademisierung ausrichten wolle.
Norbert Hofer: "Burgenland kennt mich"
Norbert Hofer selbst betonte seine tiefgehende Auseinandersetzung mit politischen Sachthemen und erklärte, dass er als Landeschef für die Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung einstehen werde: „Die können nichts dafür, wenn das Land sich verschuldet.“ In Hinblick auf die Pflege forderte er, dass mehr Mittel in die Menschen und nicht in Gebäude fließen sollten. Auch die Bedeutung von Kooperationen mit Nachbarländern im Pflegebereich hob er hervor.
Man kenne ihn im Burgenland, betonte Hofer: „Ich werde aufräumen, bin aber nicht jemand, der das mit dem Eisenbesen macht, sondern jemand, der dabei den Teppisch schont.“
Verkehr und CO2-Steuer im Fokus
Im Bereich Verkehr kritisierte Hofer die leeren Dieselbusse im Burgenland und erklärte, dass diese weder wirtschaftlich noch umweltfreundlich seien. Gleichzeitig bekräftigte er, dass die CO2-Steuer abgeschafft werde, sobald das Budget konsolidiert sei. Auch im Bereich der Energiegewinnung sprach er sich für eine verstärkte Nutzung von Pumpspeicherkraftwerken und Methanisierung aus, um Österreich unabhängiger zu machen.
Abschließend bedankte sich Hofer bei den anderen Parteien für einen fairen Wahlkampf. „Wir respektieren den Menschen hinter dem Politiker“, so Hofer, der sich auch für etwaige Verletzungen entschuldigte.