„HTL-Oscar“ für Schüler der Höheren Technischen Lehranstalt Eisenstadt

Bosch Innovationspreis

Bei der 19. Ausgabe des Bosch Innovationspreises sind in Wien die besten Diplomarbeiten österreichischer Höherer Technischer Lehranstalten ausgezeichnet worden. Der Wettbewerb verzeichnete in diesem Jahr einen neuen Einreichrekord und gilt als einer der wichtigsten Technikpreise für den heimischen Nachwuchs.

Andras Farkas von der HTBLA Eisenstadt sicherte sich den Sieg in der Kategorie „Mobility“.<?ZE?>Im Rahmen seiner Diplomarbeit „EcoMorph – Modulare Plattform für vielseitige Mobilität“ entwickelte er eine elektrisch betriebene Mobilitätsplattform, die mehrere Einsatzbereiche in einem System vereint.

Andras Farkas von der HTBLA Eisenstadt sicherte sich den Sieg in der Kategorie „Mobility“.<?ZE?>Im Rahmen seiner Diplomarbeit „EcoMorph – Modulare Plattform für vielseitige Mobilität“ entwickelte er eine elektrisch betriebene Mobilitätsplattform, die mehrere Einsatzbereiche in einem System vereint.

© © Bosch/Christian Husar

Insgesamt 203 Schülerinnen und Schüler aus 27 Höheren Technischen Lehranstalten reichten 80 Abschlussarbeiten ein. 19 Projekte wurden im Finale in der historischen Fahrzeughalle der Robert Bosch AG in Wien präsentiert. Die Auszeichnung wird aufgrund ihrer Bedeutung in Fachkreisen auch als „HTL-Oscar“ bezeichnet.

Bosch-Vorstandsvorsitzender Helmut Weinwurm betonte das hohe Niveau der Arbeiten und hob die Kombination aus technischer Kompetenz und wirtschaftlichem Denken hervor. Auch Vertreter des Bildungsministeriums verwiesen auf die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz und digitalen Lernformen für innovative Bildungswege.

Ein Preis ging an die HTBLA Eisenstadt in der Kategorie „Mobility“. Ausgezeichnet wurde die Diplomarbeit „EcoMorph – Modulare Plattform für vielseitige Mobilität“. Im Projekt wurde eine elektrisch betriebene Mobilitätsplattform entwickelt, die mehrere Einsatzbereiche in einem System vereint. Basierend auf einem zentralen Antriebskern können über ein Schnellwechselsystem unterschiedliche Module – etwa für Straße, Wasser oder Schnee – flexibel kombiniert werden. Dadurch ersetzt das Konzept mehrere Einzelfahrzeuge durch eine skalierbare, ressourcenschonende Gesamtlösung und eröffnet neue Ansätze für nachhaltige, multimodale Mobilität.

„Diese Arbeit überzeugt durch eine außergewöhnliche technische Bandbreite – von der Konzeptidee bis zum funktionierenden Prototypen. Besonders beeindruckend ist der systematische Aufbau einer modularen Plattform, die klar auf Einsatz in der Praxis und sogar in Richtung Serienfertigung ausgerichtet ist. Der Ansatz zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in solchen integrierten Mobilitätslösungen steckt“, erklärte Jurorin Anna Huditz.

In der Kategorie „Industrial Technology“ gewann die HTL Braunau mit einem Projekt zur Wiederverwertung von Kunststoffabfällen aus dem 3D-Druck-Bereich. In der Kategorie „Connected Living“ setzte sich ebenfalls die HTL Braunau mit einer KI-gestützten Assistenzbrille durch, die visuelle Informationen in Sprache umwandelt und insbesondere sehbeeinträchtigten Menschen helfen soll. Den Sonderpreis der ACE-Challenge erhielt die HTL TGM Wien für einen Demonstrator vernetzter Fahrzeugtechnologien.

Die prämierten Projekte zeigen die breite technologische Bandbreite der eingereichten Arbeiten – von nachhaltiger Mobilität über Kreislaufwirtschaft bis hin zu Assistenzsystemen im Alltag. Die Jury hob insbesondere den hohen Praxisbezug und das Innovationspotenzial der Entwicklungen hervor.

Die Ausschreibung für den 20. Bosch Innovationspreis startet im Herbst.