Agnes Ottrubays Gartenfest für den guten Zweck

Charity

Donnerstagnachmittag in einem Garten in Trausdorf: Freundinnen treffen ein, man plaudert, lacht, trinkt gemeinsam etwas und genießt die besondere Atmosphäre am See. Doch bei Agnes Ottrubays „Get Together“ hat das Zusammensein einen tieferen Sinn. Jahr für Jahr treffen einander viele Frauen in Pink, um einem Thema Aufmerksamkeit zu schenken, das jede Familie berühren kann: Brustkrebs und die Bedeutung der Vorsorge.

Gemeinsam helfen: das jährliche Gartenfest von Agnes Ottrubay am Trausdorfer See ist ein Herzenstermin für viele Frauen.

Gemeinsam helfen: das jährliche Gartenfest von Agnes Ottrubay am Trausdorfer See ist ein Herzenstermin für viele Frauen.

© Nina Mayer

Am Donnerstag lud Agnes Ottrubay, Pink Ribbon-Botschafterin des Burgenlandes und Schirmherrin des Pink Ribbon-Galaabends im Schloss Esterházy, wieder in ihren Garten nach Trausdorf. Die Gäste kamen ganz im Zeichen der Farbe Pink und verbreiteten damit eine gemeinsame Botschaft. Es wurde geredet und gelacht, Erinnerungen wurden ausgetauscht, neue Ideen entstanden. Gerade diese ungezwungene Atmosphäre macht das „Get Together“ so besonders.

Manchmal braucht es nicht die ganz große Bühne, um über große Themen zu sprechen. Ein Tisch im Garten, Menschen, die einander zuhören, ohne Angst, ohne erhobenen Zeigefinger, ohne das Gefühl, über ein Tabuthema sprechen zu müssen.

Agnes Ottrubay möchte mit ihrem Engagement vor allem eines: aufmerksam machen. Darauf, dass Brustkrebs jeden treffen kann. Darauf, dass Vorsorge Leben retten kann. Und darauf, dass man sich mit dem Thema auseinandersetzen sollte, bevor es vielleicht plötzlich die eigene Familie betrifft.

Die Mammographie ist dabei ein wichtiger Bestandteil der Früherkennung. Österreich verfügt über ein gutes Vorsorgeangebot, das genutzt werden sollte. Denn je früher eine Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten. Vorsorge bedeutet, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.

So findet sich zwischen all den fröhlichen Gesprächen immer wieder auch ein ernster Gedanke. Nämlich an Frauen, die selbst an diesem Donnerstagnachmittag hier wären, wenn sie noch könnten. An Mütter, Schwestern, Freundinnen und Bekannte, die den Kampf gegen die Krankheit verloren haben und deren Platz bei solchen Zusammenkünften leer bleibt. Sie werden nicht vergessen.

Genau darin liegt die besondere Kraft dieses Nachmittags: Er darf fröhlich sein, ohne oberflächlich zu werden. Er darf leicht sein, obwohl das Thema ernst ist. Und er darf daran erinnern, dass Solidarität nicht immer laut sein muss.

Rosa Tücher, pinke Kleidung, lachende Gesichter und der Garten am See geben dem Nachmittag seinen unverwechselbaren Rahmen. Doch hinter der Farbe steht eine Haltung: hinschauen, miteinander reden, füreinander da sein.

Agnes Ottrubay engagiert sich seit vielen Jahren für Menschen, die Unterstützung brauchen. Mit ihrem Verein „visfontis“ unterstützt sie Hilfsprojekte für Kinder im osteuropäischen Raum, ihr besonderes Augenmerk gilt aber auch Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind.

Das „Get Together“ verbindet all diese Gedanken auf sehr persönliche Weise. Hier geht es nicht darum, einen Nachmittag lang ausschließlich über Krankheit zu sprechen. Im Gegenteil: Es geht darum, das Leben zu feiern, Gemeinschaft zu erleben und dabei jene Themen nicht auszusparen, die zum Leben dazugehören.

So klingt zwischen Lachen und Plaudern eine ganz einfache Botschaft mit: Passt aufeinander auf. Redet miteinander. Geht zur Vorsorge. Und erinnert euch daran, dass niemand mit einer schwierigen Diagnose allein sein sollte.

Im Garten am Trausdorfer See ist Pink deshalb weit mehr als nur eine Farbe. Es ist ein Zeichen für Zusammenhalt, Hoffnung und die Kraft, die entstehen kann, wenn Menschen füreinander einstehen. Der Erlös dieser Veranstaltung kommt Frauen zugute, die an Brustkrebs erkrankt sind.