Sommerkino mit Herz: „Dirty Dancing“ für den guten Zweck
Charity
Ein lauer Sommerabend, „Dirty Dancing“ auf der großen Leinwand und der Duft von frischem Popcorn: Das Gschlössl-Gelände in Leithaprodersdorf bot am Samstag Unterhaltung unter freiem Himmel. Im Mittelpunkt stand der gute Zweck: Der Jahrgang 1981 sammelte Spenden für das Wohnheim von „Rettet das Kind“, in dem Jahrgangskollegin Belinda lebt, und für die „Burgenländische Krebshilfe“.
Belinda im Kreise ihres Jahrgangs 1981: Zusammenhalt mit Herz.
© Nina Mayer
Schon im Vorjahr bewiesen die Organisatoren mit der Aufführung von „Im weißen Rössl“, wie viel Zusammenhalt und Engagement in ihrem Jahrgang steckt. Heuer fiel die Wahl auf einen Film, der Generationen begeistert und bis heute Kultstatus genießt: „Dirty Dancing“. Ein Streifen, der auch heute noch das Herz vieler Frauen höherschlagen lässt.
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Wie die Jahre vergehen ...
Ja, lang ist's her – leider. Aber seien Sie vergewissert: Patrick Swayze hat auch Jahrzehnte später nichts von seinem Reiz verloren. Und Baby entzückte das Publikum noch immer mit ihren berühmten Wassermelonen. Passend dazu durften Wassermelonen als liebevolle Dekoration auf dem Gelände natürlich nicht fehlen und verliehen dem Kinoabend eine besondere Note.
Mindestens genauso berührend wie der Film war jedoch der eigentliche Anlass der Veranstaltung. Belinda verbrachte den Abend gemeinsam mit ihrer Mama und drei Betreuerinnen des Wohnheims von St. Margarethen ebenfalls vor Ort. Die Freude darüber, diesen besonderen Sommerabend gemeinsam erleben zu dürfen, war allen anzusehen. Es waren Begegnungen voller Herzlichkeit, Lachen und Lebensfreude – Momente, die zeigen, wie wertvoll Gemeinschaft sein kann.

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Der Menschlichkeit verpflichtet
Das Wohnheim von "Rettet das Kind" bietet Menschen mit Unterstützungsbedarf weit mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Es ist ein Ort der Geborgenheit, der Förderung und der Menschlichkeit. Hier werden Bewohnerinnen und Bewohner individuell begleitet, in ihrem Alltag unterstützt und dabei gestärkt, möglichst selbstbestimmt zu leben.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schenken nicht nur professionelle Betreuung, sondern vor allem Zeit, Aufmerksamkeit und Zuwendung. Gerade Einrichtungen wie diese leisten einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft. Sie schaffen Lebensqualität und geben Menschen Sicherheit, die auf Unterstützung angewiesen sind.
Veranstaltungen wie das Sommerkino helfen dabei, diese wertvolle Arbeit zu unterstützen und gleichzeitig das Bewusstsein für ihre Bedeutung zu stärken. Ebenso wertvoll ist die Arbeit der „Burgenländischen Krebshilfe“, die Betroffene und ihre Angehörigen in schwierigen Lebenssituationen begleitet, berät und unterstützt. Dass auch sie an diesem Abend bedacht wurde, unterstreicht den sozialen Gedanken hinter der Veranstaltung.

© Nina Mayer
Ehrenamt ist unbezahlbar
Kulinarisch kam man auch auf seine Kosten. Frisch zubereitetes Popcorn sorgte für echtes Kinofeeling. Außerdem gab es knusprige Pizza, Hot Dogs und kühle Getränke. Zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer packten mit an und sorgten dafür, dass sich die Besucher rundum wohlfühlten. Ihr ehrenamtlicher Einsatz machte einmal mehr deutlich, wie groß die Hilfsbereitschaft in Leithaprodersdorf ist.
Während zunächst Romantik und Nostalgie die Leinwand beherrschten, wechselte gegen 23 Uhr die Stimmung. Dann kamen auch die Fußballfans auf ihre Kosten. Beim „Public Viewing“ des WM-Spiels „Norwegen – England“ wurde gemeinsam mitgefiebert, diskutiert und gejubelt. So fand ein gelungener Sommerabend seinen perfekten Ausklang.
Das Sommerkino am Gschlössl zeigte eindrucksvoll, wie viel mit Engagement, Zusammenhalt und einer guten Idee bewegt werden kann. Der Jahrgang 1981 hat erneut bewiesen, dass man mit einer Portion Idealismus, vielen helfenden Händen und einem Filmklassiker nicht nur einen wunderschönen Abend schenken, sondern gleichzeitig Gutes tun kann. Ein Beispiel dafür, wie gelebte Solidarität aussieht: herzlich, unkompliziert und mitten aus der Dorfgemeinschaft heraus.