Süchtige rund um Eisenstadt mit Cannabis und Kokain versorgt

Drogenprozess

Ein 30-jähriger Eisenstädter mit fünf Vorstrafen verkaufte im Bezirk Eisenstadt Drogen an diverse Abnehmer und finanzierte sich damit die eigene Sucht.

Der angeklagte Drogendealer verbringt seine Zeit derzeit in der Justizanstalt.

Der angeklagte Drogendealer verbringt seine Zeit derzeit in der Justizanstalt.

© BVZ/Kirchmeir

Am Montag, 18. August 2025, stand der 30-Jährige wegen dieser Vorwürfe in Eisenstadt vor Gericht. Er wurde aus der Untersuchungshaft in den Gerichtssaal gebracht und bekannte sich weitgehend schuldig.

Er habe selbst Cannabis und Kokain konsumiert und sei von Abnehmern „angeschrieben“ worden, „dass sie etwas brauchen“. Jetzt, in der Haft, sei er nach einem kalten Entzug „weg von allen Drogen.“

Angeklagter ist nach kaltem Entzug drogenfrei

„Mir geht es gut, eigentlich“, sagte der Angeklagte zur Richterin.

Bei den Suchtgiftermittlern hatte er sein Handy gezückt und anhand seiner Eintragungen in Snapchat rekonstruiert, wem er wann Drogen übergeben hatte. Auf Snapchat hatte er zwei „Künstlernamen“ benützt, auch einzelne Abnehmer kannte er nur unter Pseudonymen.

Teilweise ließ sich der 30-Jährige das Geld für die Drogen auf sein Bankkonto überweisen.

Weil einige Angaben zur Menge der verkauften Drogen strittig waren, möchte die Richterin noch Zeugen vorladen. Zu diesem Zweck wurde der Prozess auf September vertagt.