Achtung! Hier wird der Verkehr beruhigt
Einspuriges Pilotprojekt
Eine Spur statt zwei: In den Ferienwochen war es auf der Mattersburger Straße noch entspannt. Nach Schulbeginn wird sich der Verkehr einpendeln, beruhigen Experten.
Einspurig bis Mitte November. Wie es nach der Pilotphase auf der Mattersburger Straße weitergeht, wird derzeit evaluiert.
© Wolfgang Millendorfer
Das Pilotprojekt bewegt im wahrsten Sinn des Wortes: Einerseits wird der Verkehr in neue Bahnen gelenkt (um Fußgängern und Radfahrern mehr Platz und Sicherheit zu geben), andererseits hat fast jeder und jede eine Meinung dazu (weil man an einer der wichtigsten Ein- und Ausfahrtsstraßen der Stadt Stau befürchtet).
Seit etwas mehr als zwei Wochen ist die Mattersburger Straße nun also einspurig, und es läuft. Den Start in den Ferien haben das Land und die Stadtgemeinde bewusst gewählt, in wenigen Tagen geht es aber in den verschärften Praxistest. Wenn am Montag die Schule beginnt und der Berufsverkehr voll einsetzt, wird sich ein erster Stau nicht vermeiden lassen.
Entscheidend werden aber die Wochen danach, wenn sich die Lage eingependelt hat. Das berücksichtigen die Projektpartner und das Kuratorium für Verkehrssicherheit auch in der Evaluierung als Basis für Zukunft der Mattersburger Straße.
Schon bei der Präsentation des Projektes haben Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner, Landesrat Heinrich Dorner und Hannes Thiesz (Bau Betrieb Burgenland) auf die Notwendigkeit hingewiesen. Die Pilotphase sei „noch keine Vorentscheidung“, erwünscht ist auch die Teilnahme an der Diskussion (siehe unten).
„Es ist vielleicht gar nicht bewusst, wie viele Fußgänger und Radfahrer diese Straße überqueren“, erinnert Sabine Kaulich vom Kuratorium an den Grund der Initiative – an einer Straße, „die Eisenstadt eigentlich in zwei Hälften teilt“. Und: Bei einer zweispurigen Straßenführung sind Zebrastreifen rein rechtlich nicht möglich.
Die Expertin appelliert an das Verständnis und betont, dass alles genau beobachtet werde; auf Anregungen werde man reagieren. Der Testlauf habe für alle Projektpartner Priorität. In der ersten Phase sei der Verkehr „sehr harmonisch und homogen“ gelaufen, auch als die S31-Abfahrt Richtung Neusiedl einige Tage gesperrt war.
Stichwort Schulbeginn: Zu beachten ist noch, dass ab Montag (bis zirka 8 Uhr) auch wieder die Sperre der Bahnstraße bei der Volksschule gilt. Hier hat die Stadt aus Sicherheitsgründen eine „Schulstraße“ eingerichtet. Die BVZ berichtet kommende Woche online und auf Social Media über den Schulstart und die Verkehrsentwicklung.
Drei Monate (bis Mitte November) läuft das Pilotprojekt auf jeweils einer Spur, mit mehr Fußgänger- und Rad-Querungen auf 1,3 Kilometern stadteinwärts und -auswärts. Das Ziel: mehr Sicherheit für alle Beteiligten.
Damit haben sich Land und Stadtgemeinde an eine langjährige Frage „gewagt“. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) und die BBB (Bau Betrieb Burgenland) begleiten von fachlicher Seite. Anliegen und Wünsche können unter feedbackB50@kfv.at eingebracht werden.