Gemeinderat mit „Vorfreude“ aufs Georgizentrum und neuen Projekten

Einstimmig in Eisenstadt

Zwölf Tagesordnungspunkte, allesamt einstimmig beschlossen, und nur eine kleine politische Verstimmung - das brachte die Gemeinderatssitzung in Eisenstadt. Das Veranstaltungszentrum in St. Georgen, das am Samstag die Eröffnung feiert, wird mit einer PV-Anlage ausgestattet; Thema waren auch ein neuer Spielplatz oder die Rad-Infrastruktur.

Gemeinderat mit „Vorfreude“ aufs Georgizentrum und neuen Projekten

© Wolfgang Millendorfer

Zwei Tagesordnungspunkte fixierten im Eisenstädter Gemeinderat bereits eingeplante Schritte für das Georgizentrum: Zum einen darf das neue Zentrum in St. Georgen (wie zum Beispiel der „E_Cube“) als Betrieb gewerblicher Art geführt werden, zum anderen wird die umgebaute ehemalige Raiffeisen-Filiale noch mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet, samt Stromspeicher und Lade-Infrastruktur. Damit wird das Veranstaltungszentrum auch Standort der öffentlichen E-Ladestation für St. Georgen.

Beschlossen wurde nur mehr die Pacht, die Energiegenossenschaft Region Eisenstadt wird die Anlage errichten und betreiben. Bürgermeister Thomas Steiner bezeichnet das Photovoltaik-Projekt als weiteren Baustein für den Eisenstädter „PV-Turbo“ (siehe unten im Artikel). Und apropos Georgizentrum: Im Rahmen der Sitzung wurde auch zur Eröffnung am Samstag geladen (ab 16 Uhr wird in der Hauptstraße gefeiert).

Einstimmig fassten ÖVP, SPÖ, Grüne und FPÖ im Gemeinderat auch eine Reihe von Widmungen sowie die Vergabe der Arbeiten am Rückhaltebecken Hummelbühel, ebenfalls bei St. Georgen. 759.000 Euro wird das Rückhaltebecken kosten, ein Großteil davon wird vom Bund getragen. Ebenfalls investiert wird in die Feuerwehr; in der Sitzung ging es um die letzte Darlehenstranche für zwei Löschfahrzeuge, organisatorischer Natur war auch der Beschluss zur Zusammenführung bestehender Leasing-Finanzierungen inklusive Ersparnissen für die Stadtgemeinde.

Einen neuen Spielplatz wird Eisenstadt auch noch bekommen, nachdem der zur Wohnhausanlage Gartenäcker gehörende von der Genossenschaft aufgelassen worden ist. Der Spielplatz wird erst errichtet, wird künftig aber öffentlich zugängig sein, da im Eigentum der Stadt.

Auf Anfrage der Grünen gab der Bürgermeister einen Ausblick auf Neuerungen der Rad-Infrastruktur: Wie seitens der „Radlobby“ angeregt, werden kleinere Adaptierungen und Verbesserungen laufend durchgeführt. Ein größeres Projekt - gemeinsam mit dem Land - wird der Ausbau der Rad-Möglichkeiten entlang der Mattersburger Straße, zu Radweg und Ampellösung soll es noch vor dem Sommer Details geben.

Gemeinderat mit „Vorfreude“ aufs Georgizentrum und neuen Projekten

© Wolfgang Millendorfer

Bleibt nur noch die eingangs erwähnte kleine Verstimmung zu klären: Die gab's zum Punkt der PV-Anlage in St. Georgen. ÖVP-Klubobmann Michael Bieber erinnerte in diesem Zusammenhang an ein Facebook-Posting von SPÖ-Vizebürgermeisterin Charlotte Toth-Kanyak: Als Direktorin lobte sie mit dem Posting die Photovoltaik-Anlage am Dach der Eisenstädter Volksschule – Pieber hielt aber fest, dass die SPÖ „zweimal dagegen gestimmt habe“.

In der Sitzung kommentierte das die Vizebürgermeisterin nicht, gegenüber der BVZ wurde dann aber klargestellt: Die SPÖ sei für die Photovoltaik-Anlagen in der Stadt, habe aber die Vergabe an nur eine Genossenschaft kritisiert.

Zum „PV-Turbo“: Städtische Gebäude als Stromlieferanten

Mit der PV-Anlage am Dach des Georgizentrums geht der sukzessive Ausbau von Anlagen auf städtischen Gebäuden weiter. Mittlerweile sind der Großteil der Anlagen installiert oder bereits in Betrieb - unter anderem beim E_Cube, Sportzentrum, Bauhof, auf den Dächern der Volksschulen und der Mittelschule Rosental, bei den Kindergärten am Krautgartenweg, am Ing. Alois Schwarz Platz, oder bei der Allgemeinen Sonderschule.