Seebad Breitenbrunn: „Neuer Strand“ feiert im Juni Eröffnung
Neusiedler See
Die Bauarbeiten am Neusiedler See in Breitenbrunn laufen auf Hochtouren. Für Juni ist die feierliche Eröffnung angesetzt. Die UNESCO lobt in ihrem Bericht den „Neuen Strand“ von Esterházy als Vorzeigeprojekt.
Das Marina-Gebäude ist das Herzstück des "Neuen Strand" in Breitenbrunn.
© BVZ/, Peter Wagentristl
Am Nordufer des Neusiedler Sees wird derzeit eifrig gebaut. Nach der „Rücknahme in Eigenverwaltung“ des Seebad Breitenbrunn von der Gemeinde zu den Esterhazy Betrieben ließen die fürstlichen Rechtsnachfolge kaum einen Stein auf dem anderen. Das Seebad wird unter dem Namen „Neuer Strand“ seit einigen Jahren modernisiert und aufgewertet.
„Aktuell wird an der Innenausstattung und an der Haustechnik gearbeitet. Die Bauarbeiten am Marina-Gebäude, der Strandbar und dem Marina-Becken werden planmäßig Anfang Mai zum Saisonstart beendet sein“, heißt es auf BVZ-Anfrage von den Esterhazy Betrieben. Die Ausmaße des Bauprojekts sind bereits deutlich sichtbar. Eine feierliche Eröffnung ist für Anfang Juni angesetzt.
UNESCO lobt Esterházy-Projekt...
Das Mega-Projekt in Breitenbrunn stand übrigens auch auf der Liste der Bauvorhaben, die von der UNESCO Welterbe-Kommission bei ihrem Besuch im Burgenland unter die Lupe genommen wurden. Während die Hüter des Weltkulturerbes in Fertörakos äußerst kritsch waren, gab es für den „Neuen Strand“ in Breitenbrunn nur lobende Worte.
„Die Neugestaltung des Seebads Breitenbrunn ist eine Positivbeispiel für die Dimensionierung, Ästhetik und Umsetzung“ für das Bauen im Weltkulturerbe Neusiedler See, streut die UNESCO in ihrem Bericht den Esterhazy Betrieben Rosen.
Die Verbauung des Seegeländes nimmt mit der Modernisierung leicht zu, etwa durch die neuen Bungalows an Stelle eines ehemaligen Parkplatzes, so die UNESCO: „Die Gebäude sind im Allgemeinen niedrig, mit maximal zwei Stockwerken für das Hauptgebäude.“ Ab dem Start der Badesaison im Mai können sich Besucher dann selbst ein Bild von den laut den Hütern des Weltkulturerbes Neusiedler See bescheidenen Dimensionen des neuen Projekts machen.
... übt aber auch leise Kritik am Vorgehen
Während das Projekt selbst den Sanktus der UNESCO erhält, äußerte die Kommission aber auch leise Kritik am Vorgehen: „Es wurde jedoch kein formelles Verfahren zur Auswirkungsabschätzung durchgeführt, wie es für ein Projekt dieser Größe angemessen wäre.“ Auch sei im Vorfeld nicht mit der Welterbekommission kommuniziert worde, „was auf Schwächen in der Verwaltung des Objekts hinweist“, so die leisten kritischen Töne im überwiegend positiven Befund.

© BVZ/, Peter Wagentristl

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