HTL Eisenstadt baut Geräte für internationale Bewerbe

Feuerwehr-Projekt

Schüler fertigen 16 Tragkraftspritzen-Attrappen für die Feuerwehrwettkämpfe im Sommer. Einsatz erstmals bei den CTIF-Bewerben in Eisenstadt.

Landesrat Heinrich Dorner (Bildmitte) mit Schülerinnen und Schülern der Fachschule für Maschinen- und Anlagenbau der HTBLA Eisenstadt

Landesrat Heinrich Dorner (Bildmitte) mit Schülerinnen und Schülern der Fachschule für Maschinen- und Anlagenbau der HTBLA Eisenstadt

© zVg LMS

In einem Schulprojekt der HTBLA Eisenstadt haben Schülerinnen und Schüler insgesamt 16 Tragkraftspritzen-Attrappen für die internationalen Feuerwehrwettkämpfe (CTIF) entwickelt und gefertigt. Die Geräte sollen bei den Bewerben von 22. bis 26. Juli 2026 in Eisenstadt erstmals zum Einsatz kommen. Rund 130 Feuerwehrgruppen aus 17 Nationen werden dazu erwartet.

Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Landesfeuerwehrkommando Burgenland. Für Feuerwehrreferent Heinrich Dorner ist es ein gelungenes Beispiel für die Verbindung von Ausbildung und Praxis: „Dieses Projekt zeigt, wie praxisnah der Lehrplan in der HTBLA Eisenstadt gestaltet wird und wie gut die Ausbildung der Schüler ist. Die neuen Tragkraftspritzen-Attrappen können von den Feuerwehren im Burgenland sehr gut bei den Wettkämpfen eingesetzt werden.“

Die standardisierten Geräte sollen für gleiche Bedingungen bei den Bewerben sorgen und gleichzeitig die Organisation erleichtern. Bisher mussten baugleiche Löschpumpen von verschiedenen Feuerwehren bereitgestellt werden – ein Aufwand, der Zeit und Ressourcen kostete.

Die Initiative für das Projekt kam von Landesfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Harald Nakovich. Bereits im Schuljahr 2020/21 wurde ein erster Prototyp entwickelt, der im Juni 2021 fertiggestellt wurde. In den darauffolgenden Jahren entstanden insgesamt 16 Attrappen.

Im aktuellen Projekt arbeiteten zwei Schüler der vierten Klasse der Fachschule für Maschinen- und Anlagenbau rund 400 Stunden an vier Geräten. Unterstützt wurden sie von ihren Lehrern in den Bereichen Stahlbau, mechanische Werkstätte sowie Werkzeugbau und CNC-Technik.

Direktor Thomas Schober betont den Mehrwert: „Wenn Schule, Einsatzorganisationen und Technik zusammenarbeiten, entstehen Lösungen mit echtem Mehrwert – sowohl für die Ausbildung als auch für die Feuerwehrpraxis.“

Die Attrappen bestehen aus einer leichten Aluminiumbauweise, sind witterungsbeständig beschichtet und verfügen über realitätsnahe Anschlüsse und Bedienelemente. Eine besondere Herausforderung stellte dabei die Bearbeitung und das Schweißen von Aluminium dar.

Auch für die Feuerwehr bringen die Geräte Vorteile. „Die Tragkraftspritzen-Attrappen sind ein wichtiger Beitrag für die professionelle und faire Durchführung der internationalen Bewerbe“, so Nakovich.

Projektfakten im Überblick

Bau von insgesamt 16 Tragkraftspritzen-Attrappen für internationale Bewerbe; Aktuelles Projekt mit dem Bau von vier Attrappen: April 2025 bis Feber 2026

Zeitlicher Aufwand: ca. 400 Stunden

Beteiligte: drei Werkstattlehrer und zwei Schüler der 4. Klasse Fachschule Maschinenbau

Projektleitung: Dipl.-Päd. Paul Knopf

Fachbereich: Maschinen- und Anlagenbau