Gemeinde Oggau überlegt, Seebetriebe zu übernehmen

Gemeinderat diskutiert

Die Gemeindeführung in Oggau plant, den Hafen, den Campingplatz sowie das Schwimmbad zu übernehmen und in Zukunft durch eine eigene Gesellschaft selbst zu betreiben.

Pläne. In Oggau überlegt die Gemeindeführung die Betriebe am See, darunter den Campingplatz und das Schwimmbad, durch eine eigene Gesellschaft selbst zu betreiben.

Pläne. In Oggau überlegt die Gemeindeführung die Betriebe am See, darunter den Campingplatz und das Schwimmbad, durch eine eigene Gesellschaft selbst zu betreiben.

© Furtner-Janisch

In Oggau diskutierte der Gemeinderat vor Kurzem die Übernahme von Camping- und Mobilwohnheimplatz sowie dem Hafen und dem Schwimmbad durch eine gemeindeeigene Gesellschaft.

Hintergrund ist der mit Jahresende auslaufende Pachtvertrag mit einer Gesellschaft. Der Betrieb vom Camping- und Mobilwohnheimplatz war in den letzten 50 Jahren an eine private Gesellschaft verpachtet, allerdings „wechselten hier immer wieder die Gesellschafter“, erklärt Bürgermeister Thomas Schmid (SPÖ).

Daher gäbe es Überlegungen, die Betriebe am See durch die Gemeinde zu betreiben. Dazu müsste eine eigene Gesellschaft der Gemeinde gegründet werden.

Über diese soll auch das Schwimmbad in Zukunft verwaltet werden. „Das würde das Gemeindebudget ebenfalls entlasten. Jährlich verbuchen wir hier einen Abgang von rund 230.000 Euro, wobei dabei auch noch ein Kredit der Sanierung im Jahr 2015 enthalten ist“, so Schmid.

Im Zuge der Überlegungen wurde ein Steuerberater beauftragt, die genauen Zahlen der letzten Jahre zu prüfen sowie ein Konzept für den zukünftigen Betrieb zu erstellen. Auch ein Anwalt prüfte die Möglichkeiten einer Übernahme.

ÖVP signalisiert grünes Licht für nächste Schritte

Die ÖVP stimmte dem Vorhaben zu, „um die im Konzept vorgesehenen weiteren Schritte einleiten und die notwendigen Unterlagen sowie Entscheidungsgrundlagen erarbeiten zu können. Eine endgültige Entscheidung über die tatsächliche Gründung einer GmbH ist damit noch nicht verbunden“, betont Mario Sallmutter (ÖVP).

Man sei grundsätzlich für dieses Vorgehen, „aber nicht um jeden Preis“, stellt er weiter fest. Vor allem Fragen zu Personal und laufenden Kosten, konkreten Aufgaben, der Organisation, den Investitionen sowie dem tatsächlichen Sanierungsbedarf, der Finanzierung, den wirtschaftlichen Risiken sowie möglicher Alternativen zur Umsetzung müssten noch genauer besprochen werden.

Diese Punkte sollen in einer eigenen Besprechung im Juni geklärt werden. „Erst auf dieser Basis kann beurteilt werden, ob die Gründung einer gemeindeeigenen GmbH tatsächlich die beste Lösung für Oggau ist“, so Sallmutter.

Stufenweise Modernisierung der Freizeitanlage

Derzeit wird ein Investitionsvolumen von rund vier Millionen Euro angenommen, wie Schmid festhält und ergänzt, dass „darin auch Personalkosten bereits enthalten sind.“ Investitionsbedarf bestehe sowohl beim Restaurant, der Badeanlage, dem Campingplatz und dem Hafen. Die Arbeiten sollen aber nicht alle sofort umgesetzt werden, sondern „Stück für Stück“, so Schmid.

„Nun gibt es ein Konzept, das an die Landesregierung zur Prüfung übermittelt wurde“, so Schmid. Hier hätte die Gemeinde auch schon eine positive Rückmeldung erhalten. Die zu gründende Gesellschaft „wäre eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Gemeinde. Dafür würden ein Geschäftsführer und unter Umständen ein Bediensteter angestellt“, erklärt Schmid weiter.