Internationaler Austausch im Krankenhaus Eisenstadt

Gesundheit

Eine hochrangige Delegation aus China besuchte kürzlich das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt. Die asiatischen Gäste informierten sich vor Ort über moderne Managementstrukturen und Qualitätsstandards im burgenländischen Gesundheitswesen.

Krankenhausleitung: Geschäftsführer Robert Maurer (3. v.l.), Pflegedirektorin Susanne Wukovatz und der Ärztliche Direktor Martin Wehrschütz durften eine hochrangige Delegation aus Shanghai in ihrem Haus begrüßen.

Krankenhausleitung: Geschäftsführer Robert Maurer (3. v.l.), Pflegedirektorin Susanne Wukovatz und der Ärztliche Direktor Martin Wehrschütz durften eine hochrangige Delegation aus Shanghai in ihrem Haus begrüßen.

© KHBB Eisenstadt

Kürzlich durfte die Leitung des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt eine hochrangige Delegation des Shanghai Hospital Development Center (SHDC) aus China begrüßen. Die Gruppe, bestehend aus Krankenhausmanagerinnen und Krankenhausmanagern sowie Ärztinnen und Ärzten, reiste an, um sich im Rahmen eines internationalen Austauschs über österreichische Strukturen im Gesundheitswesen, Qualitätsstandards und innovative Versorgungskonzepte zu informieren. Das SHDC steuert strategisch 26 führende öffentliche Kliniken in Shanghai.

„Neben organisatorischen Themen standen auch Werte und Unternehmenskultur im Fokus. Die Delegation wollte erfahren, welche Faktoren langfristig zum Erfolg eines Krankenhauses beitragen“, berichtet Geschäftsführer Robert Maurer vom Erfahrungsaustausch mit den internationalen Gästen. „Entscheidend sind die gelebte Hospitalität als zentraler Wert des Ordens der Barmherzigen Brüder, die Begegnung auf Augenhöhe, die Wertschätzung gegenüber Mitarbeitenden sowie ein konsequent gelebtes Qualitätsverständnis. Diese Kombination ermöglicht eine nachhaltige Entwicklung und hohe Patientenzufriedenheit“, so Maurer weiter.

Während in der Millionenmetropole Shanghai hochspezialisierte Großkliniken existieren, fehlt es in vielen chinesischen Provinzen oft an vergleichbaren Qualitäts- und Organisationsstandards, weshalb viele Patientinnen und Patienten in die Zentren drängen. Das Eisenstädter Schwerpunktkrankenhaus gilt hierbei als interessantes Vorbild, da es ein breites medizinisches Leistungsspektrum mit einer überschaubaren Größe und effizienten Strukturen vereint. Im Zuge einer Präsentation stellte das Spital seine Fachbereiche, seine Rolle als Ausbildungsstandort sowie die strategische Ausrichtung bis zum Jahr 2030 vor. Ein besonderes Augenmerk galt dem umfassenden Qualitäts- und Risikomanagement, das bei der jüngsten Re-Zertifizierung Höchstwerte erzielte.

Im Gespräch mit den chinesischen Gästen wurde auch die Rolle neuer Technologien thematisiert. Während in China Roboter bereits zahlreiche logistische Aufgaben im Spitalalltag übernehmen, gewinnen digitale Anwendungen und künstliche Intelligenz auch in Europa zunehmend an Bedeutung.

Der Besuch unterstreicht den hohen Wert des internationalen Wissenstransfers. Er zeigt deutlich, dass die gemeinsamen Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung auch in Zukunft durch Dialog, Innovation und gegenseitigen Respekt erfolgreich gestaltet werden können.