Vermisster Taucher am Neufelder See tot geborgen
Großangelegte Suchaktion
Eine großangelegte Suchaktion hielt Einsatzkräfte am Neufelder See über Stunden in Atem. Seit Samstagnachmittag galt ein Taucher als vermisst. Erst am Sonntagmorgen fanden Einsatzkräfte den Mann schließlich.
© BFKDO Eisenstadt-Umgebung
Am Samstagnachmittag, dem 2. Mai 2026, nahm ein Arbeitseinsatz am Neufelder See eine dramatische Wendung. Ein Taucher führte Wartungsarbeiten durch und wollte unter anderem eine Verbindungsleine spannen. Als er nach rund zwei Stunden nicht mehr auftauchte, schlugen Beteiligte Alarm.
Wie das Bezirksfeuerwehrkommando Eisenstadt-Umgebung meldete, rückten die ersten Einsatzkräfte um 15:51 Uhr aus. Zu diesem Zeitpunkt war der Mann bereits seit dem Mittag im Wasser.
Einsatzkräfte suchen bis in die Nacht
Unmittelbar nach der Alarmierung starteten umfangreiche Suchmaßnahmen. Feuerwehrleute, Taucherinnen und Taucher sowie weitere Organisationen durchkämmten den See – sowohl an der Oberfläche als auch unter Wasser. Mehrere Einsatztaucher arbeiteten systematisch den betroffenen Bereich ab.
Parallel dazu setzten die Kräfte ein Sonargerät für die Suche ein. Trotz des koordinierten Vorgehens blieb die Suche zunächst ohne Ergebnis.
Die Einsatzleitung führte die Maßnahmen bis in die späten Abendstunden fort. Gegen Mitternacht unterbrachen die Einsatzkräfte die Suche vorläufig.
Großeinsatz mit vielen Beteiligten
Die Dimension des Einsatzes zeigte sich an der Zahl der Beteiligten. Rund 30 Mitglieder der Feuerwehr Neufeld an der Leitha standen im Einsatz. Der Feuerwehr-Tauchdienst Burgenland stellte 12 Taucherinnen und Taucher. Die Österreichische Wasserrettung unterstützte mit zwei Booten und zehn Einsatzkräften.
Zusätzlich waren Kräfte des Arbeiter-Samariter-Bundes mit mehreren Sanitäterinnen und Sanitätern vor Ort. Die Polizei, ein Kriseninterventionsteam sowie ein First Responder ergänzten den Einsatz. Zu Beginn unterstützte zudem ein Notarzthubschrauber die Suche.
Fund am Sonntagmorgen
Mit Tagesanbruch setzte die Einsatzleitung die Suche am Sonntag, dem 3. Mai 2026, ab 5 Uhr fort. Wieder kamen Taucherinnen und Taucher, Boote mit Sonartechnik sowie eine Drohne zum Einsatz. Schritt für Schritt tasteten sich die Kräfte erneut durch den betroffenen Bereich.
Am Morgen brachte die Suche schließlich Gewissheit: Gegen 8:30 Uhr fanden Einsatzkräfte den vermissten Taucher in 17 Metern Tiefe. Der 50-jährige Eisenstädter galt als erfahren unsd sicherheitsbewusst. Die Polizei hat nun die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.