Bischof Ägidius Zsifkovics besuchte Justizanstalt Eisenstadt

Gründonnerstag

Bischof Ägidius Zsifkovics spendete den Häftlingen in der Karwoche Hoffnung. Ein Neuanfang sei immer möglich.

Nach einem Austausch blieb auch noch Zeit für ein Gruppenfoto: Leiter des Rechtsbüros, Mag. Markus Unger, 1. Kommandant Helmut Erdt, Leiter der Jusitzanstalt Oberst Ing. Klaus Faymann, BA, Bischof Ägidius Zsifkovics, Diakon Franz Schuh und Sascha Aminger

Nach einem Austausch blieb auch noch Zeit für ein Gruppenfoto: Leiter des Rechtsbüros, Mag. Markus Unger, 1. Kommandant Helmut Erdt, Leiter der Jusitzanstalt Oberst Ing. Klaus Faymann, BA, Bischof Ägidius Zsifkovics, Diakon Franz Schuh und Sascha Aminger

© zVg/Diözese Eisenstadt

Am Gründonnerstag stattete Bischof Ägidius Zsifkovics der Justizanstalt Eisenstadt einen Besuch ab. An seiner Seite führte ihn Kommandant Klaus Faymann durch die Räumlichkeiten der Haftanstalt. Besonders berührend war der Besuch in den Werkstätten, wo der Bischof mit mehreren Insassen ins Gespräch kam.

Tief bewegt zeigte sich Zsifkovics von den persönlichen Begegnungen. In seinen Worten spiegelte sich die christliche Botschaft von Hoffnung, Würde und Neubeginn wider: „Die Geheimnisse der Karwoche zeigen uns: Selbst wenn ein Mensch ganz unten ist, wenn er strauchelt und fällt – es gibt immer die Möglichkeit, wieder aufzustehen, neu anzufangen und seinen Weg in Würde weiterzugehen.“

Ein starkes Zeichen der Verbundenheit mit jenen, die in schwierigen Lebenssituationen stehen an den Rand der Gesellschaft gedrängt sind – und ein Appell an Mitmenschlichkeit, Vergebung und neue Chancen.

Seelsorge verstärkt – Nähe zeigen, Halt geben

Beim Besuch wurde auch die Erweiterung der Seelsorgearbeit in der Justizanstalt thematisiert, ist sie doch ein wichtiger Teil der menschlichen Begleitung im Gefängnisalltag. Neben dem langjährigen Gefängnisseelsorger Franz Schuh, der den Inhaftierten seit vielen Jahren mit großem Engagement zur Seite steht, ist nun auch Sascha Aminger als zusätzlicher Seelsorger tätig.

Diese personelle Verstärkung ermöglicht es, den Menschen in Haft noch individueller zu begegnen – mit Zeit, Offenheit und einem wachen Ohr für die Herausforderungen ihres Alltags. Künftig können Gespräche häufiger geführt, Anliegen besser aufgefangen und persönliche Entwicklungen gezielter begleitet werden.

Die erweiterte Seelsorge ist ein wichtiger Beitrag, um Orientierung zu geben, Vertrauen aufzubauen und neue Perspektiven zu eröffnen – jenseits von Schuld und Strafe, aber in Würde und auf Augenhöhe.