Trausdorf plant eine „Wulka, wie damals“
Hochwasserschutz
Trausdorf plant Renaturierung der Wulka in Form eines Ökologisierungs-Projekts.
Der Plan zeigt in etwa wie das Projekt aussehen soll, falls alle notwendigen Grundstückseigentümer zustimmen.
© zVg.
Nach dem Hochwasser im Jahr 2009 wurde der Hochwasserschutz im und vor Trausdorf verstärkt. Ziel war, die Wulka breiter zu machen und somit der Natur wieder ihren freien Lauf zu lassen. Das Projekt reichte damals nur bis zum Friedhof, nun plant die Gemeinde eine Ökologisierung flussabwärts der letzten Brücke bis zur Grenze Oslip.
Auf insgesamt 2,4 Kilometer möchte man beidseitig der Wulka 15 bis 20 Meter ankaufen, um den Bach zu verbreiten und diesen damit an seinen ursprünglichen Zustand heranführen. Dafür sind 137 Grundstücke, die sich im Privatbesitz befinden, erforderlich. Bürgermeister Andreas Rotpuller (SPÖ) beschreibt der BVZ die Herausforderung hinter dem Projekt: „Wir haben es bereits geschafft, die Zustimmung von 70 Prozent der Eigentümer zu sichern. Aber um das Projekt vollständig und bestmöglich umsetzen zu können, brauchen wir alle eingeplanten Grundstücke.“ Sobald dies erreicht ist, möchte man mit der Aktion starten.
„Ein Generationsereignis für die Natur“
Die Ökologisierung wird rund 300.000 Euro kosten, wobei die Gemeinde 90 bis 95 Prozent Förderungen seitens des Bund und des Landes erhalten soll. Die Intention hinter dem Projekt ist es, die Wulka, wie sie früher einmal war, wiederherzustellen. Indem man Pflanzen setzt, die für mehr Schatten sorgen und das wiederum verhindert, dass sich das Wasser zu sehr erhitzt, fördert man den Fischbestand und die Artenvielfalt im Gewässer. „Ein Generationsereignis für die Natur!“, betont Rotpuller die Bedeutung des Projekts.