Mitschüler gequält: Drei weitere Schuldsprüche in Eisenstadt

NÖ-Internat

Erniedrigende und traumatisierende Vorfälle in einem niederösterreichischen Internat standen bei einem Strafprozess am Landesgericht Eisenstadt im Fokus

Drei Jugendliche wurden am zweiten Prozesstag wegen der Übergriffe auf einen Mitschüler schuldig gesprochen.

Drei Jugendliche wurden am zweiten Prozesstag wegen der Übergriffe auf einen Mitschüler schuldig gesprochen.

© BVZ/Kirchmeir

Der Jugendstrafprozess hatte im Mai 2025 begonnen. Vorgeworfen wurde den fünf Schülern im Alter zwischen 15 und 17 Jahren, sie hätten einen Mitschüler geschlechtlich genötigt und vergewaltigt. Am ersten Prozesstag waren zwei der Angeklagten schuldig gesprochen worden.

Fortgesetzt wurde der Prozess am 21. August. Die Verhandlung fand wiederum unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und endete mit drei weiteren Schuldsprüchen. Der 16-jährige Erstangeklagte, ein Südburgenländer, wurde nicht der geschlechtlichen sondern der schweren Nötigung sowie der Vergewaltigung schuldig gesprochen. Der Ausspruch einer Strafe wurde auf eine Probezeit von drei Jahren vorbehalten.

Der ebenfalls 16-jährige Zweitangeklagte, ein Oberösterreicher, erhielt eine bedingte Haftstrafe von sechs Monaten, weil er das Opfer vergewaltigt und dreimal schwer genötigt haben soll. Ein weiterer 16-jähriger Mittäter wurde ebenfalls schuldig gesprochen, wobei der Ausspruch einer Strafe auf eine Probezeit von einem Jahr vorbehalten wurde. Ihm war zur Last gelegt worden, er habe sich einmal an einer Handlung beteiligt, die das Gericht als schwere Nötigung des Opfers wertete.

Der Verteidiger des Südburgenländers und die Staatsanwältin gaben keine Erklärung zum Urteil ab, die beiden anderen Angeklagten nahmen dieses an.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.