Melecs: Mit frischem Kapital weiter auf Wachstumskurs
Siegendorf
Elektronikkonzern mit Hauptsitz in Siegendorf holt sich Finanzspritze von oberösterreichischen Investoren. Das Ziel: Internationaler Marktführer in ausgewählten Segmenten zu werden.
Das Stammwerk in Siegendorf.
© Melecs EWS GmbH
Die Wurzeln des international tätigen Elektronikdienstleisters gehen ins Jahr 2009 zurück. Damals kam es zur Loslösung von Siemens, über ein Management-Buy-out des Trios Friedrich Pressl, Ernst Mayrhofer und Bernhard Pulferer wurde die Melecs EWS GmbH ins Leben gerufen. Neben der Konzernzentrale in Siegendorf verfügt das Unternehmen heute über Standorte in Wien, Lenzing, Ungarn, Mexiko, den USA und in China. Melecs produziert maßgeschneiderte elektronische Systeme in verschiedenen Bereichen, wie Automotive-und Bahntechnik, Industrieanwendungen sowie Haushaltsgeräte, weltweit werden 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt – am Standort Siegendorf sind es rund 500. DerJahresumsatz beläuft sich auf etwa 460 Millionen Euro.
Fokus auf Ausbildung, Forschung und Expansion
Mit frischem Kapital von der Invest AG und der Raiffeisen OÖ Invest - über die Höhe wurde Stillschweigen vereinbart- setzt Melecs nun zum nächsten Wachstumsschritt an. Mit dem Investment stärke man „nicht nur den Wirtschaftsstandort Österreich, sondern auch die notwendige heimische Technologieentwicklung in der stetig wachsenden Elektronikindustrie“, hob Invest AG-Vorstand Philipp Schupfer hervor. Die Gelder sollen besonders in die weitere Ausbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die internationale Expansion fließen, erklärte Bernhard Pulferer, einer der drei Melecs-Geschäftsführer. Das Ziel sei, in ausgewählten Segmenten wie zum Beispiel im Bereich Elektronik für Lenksysteme, internationaler Marktführer zu werden.
Am Standort Siegendorf soll besonders „in die Forschung, Entwicklung und Implementierung von neuen Technologien und den damit verbundenen Aufbau von Know-how“ investiert werden, wie es heißt.