Neues Weinlokal in Rust: Das planen Freiler und Steindl im „Freistein“
Keine Unbekannten
Johann Freiler und Simon Steindl bringen mit ihrem Weinlokal „Freistein“ Schwung in die Ruster Gastronomie. Zwischen Rathausplatz und Setzgasse startet am 19. Juni der Betrieb mit 140 Weinen und einem Mix aus regionalen und internationalen Gerichten auf der Karte.
Johann Freiler bringt Erfahrung aus dem Hofgassl in Rust mit, Simon Steindl vom Familienbetrieb, dem Weingut Ernst Triebaumer.
© Peter Wagentristl
Das Duo ist in Rust nicht unbekannt: Johann Freiler kochte zuvor als Sous Chef an der besten Adresse in Rust, im Hofgassl bei Michael Pilz. Simon Steindl bringt Wein-Expertise aus dem Familienbetrieb, dem Weingut Ernst Triebaumer, mit. Mit dem „Freistein“ - eine Anspielung auf ihre Familiennamen Freiler und Steindl - bringen sie modernen Weinbar-Flair, weit mehr als nur Snacks und eine internationale Weinkarte in die Storchenstadt.
„Wir haben schon lange davon geträumt, unser eigenes Lokal zu eröffnen“, erklärt das Gastro-Duo. Endgültig fiel die Entscheidung dann bei zwei gemeinsamen Auslandsaufenthalten: In Amsterdam hat es den beiden ein Brunch Room angetan. Beeindruckt waren sie auch in Arbois, einer angesagten kleinen Weinbaugemeinde im Jura, Frankreich. „Die Stadt hat durchaus Ähnlichkeit mit Rust“, meint Steindl. Mittags und abends gab es dort in einigen Lokalen feines Essen, „nachts werden dann die Tische an die Wand gestellt und Party gemacht.“ Ein Konzept, das sie auch nach Rust bringen wollten.
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Gekocht wird in einer offenen Küche, der Gast sitzt quasi neben Koch Johann Freiler an einer Bar mit St. Margarethener Sandstein. Service und Weinauswahl hat Simon Steindl über. 140 Weine werden es zum Start sein. Der Fokus liegt auf Internationalität und Vielfalt, aber natürlich auch ganz viel Burgenland. Freilich gibt es auch die Weine aus dem Familien-Weingut.
Kulinarisch verfolgt Freiler eine ähnliche Linie, nur andersherum: „Der Fokus liegt auf Regionalität und Nachhaltigkeit, aber mit internationalem Touch und kleiner, aber häufig wechselnder Karte“, so Freiler.
Aus der Region landet etwa Mangalitza-Schwein von Richard Triebaumer und Produkte vom Schaf aus den Ruster Weingärten am Teller. Dazu kommen aber auch Austern - definitiv nicht vom Neusiedler See.
In Jugendjahren war der Weg in die Gastro noch nicht absehbar: Freiler arbeitete bis 2019 als Mechaniker, dann entschied er sich für die Lehre für Erwachsene und tauschte Schraubenschlüssel gegen Kochlöffel. „Johnny ist ein Narrischer“, betont Steindl die unbändige Leidenschaft, mit der Freiler in der Küche nach Perfektion strebt.
Den Winzer - mit Biodynamo hat er mittlerweile eine eigene Weinlinie am Markt - verschlug es von der HAK in die Gastronomie. Steindl arbeitete mehrere Jahre in der Selektion in Eisenstadt, sammelte aber auch im Fine Dining Erfahrung, etwa im Palace in Helsinki oder bei Max Stiegl. Parallel dazu studierte er Tourismusmanagement.
Das Gebäude, das die beiden für ihre Bar saniert haben, gehört der Gemeinde und umfasst 34 Sitzplätze im Innen- und 24 Plätze im Außenbereich. Das Freistein hat das Gebäude für zehn Jahre gepachtet.
Die Eröffnung findet am 19. Juni statt, ab dann wird das gastronomische Angebot der Storchenstadt also um ein vielversprechendes Lokal für Einheimische wie Touristen erweitert.
Öffnungszeiten:
- Dienstag - Samstag: 14 - 23 Uhr (Küche bis 21 Uhr)
- Sonntag 12 - 16 Uhr