Workshops zur Verbesserung des Radverkehrs in Leithaland-Gemeinden

KEM & Radlobby Eisenstadt

Die Klima- und Energiemodellregion (KEM) Leithaland und die Radlobby fragen bei Bürgern nach, um den Alltagsradverkehr in den Gemeinden zu verbessern. Bei interaktiven Workshops kann die Bevölkerung Ideen einbringen.

Interesse. Auch in Steinbrunn luden Bernhard Heimhilcher (KEM, l.) und Stefan Haider (Radlobby, 3.v.l.) zum Workshop, an dem auch Bürgermeisterin Isabella Radatz-Grauszer (4.v.r.) teilnahm.

Interesse. Auch in Steinbrunn luden Bernhard Heimhilcher (KEM, l.) und Stefan Haider (Radlobby, 3.v.l.) zum Workshop, an dem auch Bürgermeisterin Isabella Radatz-Grauszer (4.v.r.) teilnahm.

© KEM Leithaland

Die Klima- und Energiemodellregion (KEM) Leithaland und die Radlobby Eisenstadt gehen mit einer Initiative zu den Bürgern in den KEM-Mitgliedgemeinden. Bernhard Heimhilcher (KEM) und Stefan Haider (Radlobby) führen diese Workshops und Gespräche. „Das touristische Netz für den Radverkehr ist im Burgenland sehr gut ausgebaut. Uns geht es um den Alltagsradverkehr in den Gemeinden, also etwa die Wege zur Gemeinde, Schule oder dem Arzt“, erklärt Stefan Haider die Idee hinter der Aktion.

Die Zusammenarbeit der beiden Vereine lag dabei auf der Hand, wie Heimhilcher feststellt: „Themen wie der Fuß- und Radverkehr oder die Versiegelung durch Parkplätze für Autos sind ebenfalls Teil unserer Bereiche. Wir wollen einen Anfang machen und auch schwierige Themen ansprechen.“

Zunächst erheben sie mit den Teilnehmern den Ist-Stand, etwa welche Fahrtrouten im Ort für Radfahrer gut ausgebaut sind, welche schlecht. Wo gibt es punktuelle Problemstellen? Kann man die Landesstraße gut queren oder eher nicht? Denn: „Landes- und Bundesstraßen können eine trennende Wirkung haben, wenn sie schwer zu überqueren sind“, schildert Haider, der selbst viel mit dem Fahrrad unterwegs ist und daher die Probleme oder Bedenken der Menschen nachvollziehen kann.

Auch ob es Verbindungen zu Nachbargemeinden oder Naherholungsgebieten gibt, ist in den Gesprächen immer wieder ein Thema, wie Heimhilcher und Haider feststellten. Die Bewusstseinsbildung sowohl für die guten als auch die schlechten Bedingungen sind ebenfalls Teil der Treffen und sorgen bei so manchen Teilnehmer durchaus zu einem Aha-Moment sowie dem Satz: „Daran habe ich noch gar nicht gedacht!“

Das Protokoll dieser Workshops wird dem jeweiligen Bürgermeister/der jeweiligen Bürgermeisterin zugestellt. „Diese können dann entscheiden, ob das Thema mit uns und einem Verkehrsplaner zusammen aufgegriffen und weiter verfolgt werden soll. So kann etwa ein Gesamtkonzept für die Gemeinde, aber auch für einzelne Stellen im Ort, erstellt werden“, erklärt Heimhilcher die weitere Vorgehensweise.

In einigen der Gemeinden fanden bereits Workshops zu dem Thema statt, etwa in Steinbrunn. Die weiteren Termine sind: Stotzing: 10. Juli, 10 Uhr, Tennisplatz; Zillingtal: 11. Juli, 10 Uhr, Volksschule; Großhöflein: 18. Juli, 10 Uhr, Sportplatz; Neufeld: 4. September, 16 Uhr, Gemeindeamt.