Blodanschwimmen: Wenn die Dirndln in die Leitha hüpfen

Kirtag

Die Leithaprodersdorfer lieben ihren Kirtag. So sehr, dass er nicht am Sonntag endet, sondern der Montag traditionell gleich dazugenommen wird – und zwar mit einer Veranstaltung, die längst Kultstatus genießt: dem Blodanschwimmen.

Kirtagsausklang der Leithaprodersdorfer Dirndln beim traditionellen Blodanschwimmen.

Kirtagsausklang der Leithaprodersdorfer Dirndln beim traditionellen Blodanschwimmen.

© Nina Mayer

Im Dirndl hüpften die Frauen des Ortes in die Leitha, um ihre bunten Röcke bestens zur Geltung zu bringen. Der Wasserstand war zwar nicht rekordverdächtig, dafür hatten es die Außentemperaturen in sich. Sie entsprachen ungefähr dem Alkoholgehalt jenes Schnapses, der bei den zahlreichen Zwischenstopps ausgeschenkt wurde.

Ja, lustig sind sie, die Mädels aus der Gemeinde hinter dem Leithagebirge - trinkfest obendrein. Mit viel Gelächter und bester Laune wurde geplantscht, angestoßen und gefeiert. Hitzebedingt säumten heuer zwar etwas weniger Zuschauer die Leitha, denn bei 37 Grad kommt man schon an seine Grenzen. Die Stimmung ließ sich davon aber keineswegs bremsen.

Mit von der Partie waren Bürgermeister Martin Radatz und Nationalratsabgeordneter Christoph Zarits, die sich durchaus hitzefest zeigten und sich das Vergnügen nicht entgehen ließen.

Und weil man in Leithaprodersdorf eben weiß, wie gefeiert wird, war nach dem Blodanschwimmen noch lange nicht Schluss. Am Abend ging die Party munter weiter. Kein Problem, denn traditionell nehmen sich ohnehin die meisten Einwohner am Dienstag frei. Man muss die Feste schließlich feiern, wie sie fallen. Und in Leithaprodersdorf dauern sie eben manchmal bis Dienstag.