Idyllisches Eisenstadt: Die Siedlung am Pöstlried
Kolumne
Beim verdichteten Wohnbau ist in Eisenstadt in den vergangenen 20 bis 30 Jahren – pardon – einiges schiefgelaufen. Zu dicht, zu hoch, einfach zu viel für unsere kleine Stadt.
Idyllischer Stiegenaufgang in der Siedlung am Pröstlried, im September 2022.
© Thomas Sailer
Doch Negatives aufzuzeigen ist leicht – Gutes zu erkennen sehr viel schwieriger. Tatsächlich haben wir auch ein Vorzeigebeispiel, wie ich finde, in Sachen Wohnungsbau: Die Siedlung am Pröstlried in Kleinhöflein.
Ganz im Westen Eisenstadts liegt sie, am Fuß des Leithagebirges, zwischen Ochsengraben und Magdalenensiedlung. Sie besteht aus sieben Wohnblöcken und einigen Reihenhäusern. Die Wohnblöcke sind nicht zu hoch und stehen in angenehmen Abständen zueinander, dazwischen gibt es reichlich Grünraum.
Zugegeben, vor über 30 Jahren war diese Siedlung wohl auch ein invasives Bauprojekt in den Feldern oberhalb des alten Kleinhöfleins. Seither hat sie sich jedoch nicht weiter in die Natur ausgedehnt – und sie ist ein beschaulicher Ort geworden, an dem fast alles beim Alten geblieben ist: So etwa der ursprüngliche Gebäudecharakter oder die großzügigen Grünflächen.
Ja, warum auch dauernd etwas verändern? Warum etwas Gutes zwanghaft verbesschlechtern? Eine Frage, mit der man sich vor baulichen Veränderungen gerne öfter auseinandersetzen darf.
© Thomas Sailer