FäaschtBänkler spielten „Lieblingslieder“ im Schlosspark Eisenstadt

Konzert

Am Donnerstagabend hatte das Warten für viele Fans endlich ein Ende - die Schweizer Band FäaschtBänkler spielte im Zuge ihrer Tour ein Konzert im Schlosspark Eisenstadt. Tausende Fans stürmten das Konzertgelände. Mit ihrem einzigartigen Musikstil sorgen die fünf Schweizer dafür, dass Blasmusik auch bei jungen Leuten wieder beliebter wird und traditionelle Werte nicht verloren gehen. Daniel Freismuth (BVZ) hat Roman Wüthrich und Marco Graber von der Band FäaschtBänkler vor ihrem Auftritt zum Interview getroffen.

FäaschtBänkler-Fans aus Siegendorf

FäaschtBänkler-Fans aus Siegendorf

© Foto Daniel Freismuth, Daniel Freismuth

Wo vergangenes Wochenende noch Rocklegenden wie Billy Idol und Melissa Etheridge auf der Bühne standen, haben am Donnerstag die FäaschtBänkler den Schlosspark in Eisenstadt zum Beben gebracht. Der Musikstil der fünf Schweizer ist etwas ganz Besonderes: „Wir versuchen die traditionelle Volks- und Blasmusik mit modernen Klängen zu vermischen. So verwenden wir zum Beispiel anstatt eines Keyboards ein Akkordeon und schaffen dadurch ein Popig-traditionelles Musikgewand“, erklärt Marco Graber. Es ist also eine einzigartige Mischung aus Pop, Blasmusik, Techno Oberkrainer-Musik und humorvollen Texten, die zum Mitsingen einladen. Damit haben die FäaschBänkler eine Nische geschaffen, die sowohl Jung als auch Alt gleichermaßen erfreut.

FäaschtBänkler spielten „Lieblingslieder“ im Schlosspark Eisenstadt

© Foto Daniel Freismuth, Daniel Freismuth

Konzert mit besonderer Atmosphäre

Der Schlosspark mit seiner historischen Architektur und dem Schloss Esterházy im Hintergrund, sorgte bei der Band für Begeisterung. Aber nicht nur das: Für den Akordeon-Spieler, Roman Wüthrich, hat auch der Komponist Joseph Haydn eine persönliche Bedeutung: „Während meines Klassik-Studiums als Pianist, habe ich selbst sehr viele Stücke von Haydn gespielt. Umso mehr freut es mich an diesem geschichtsträchtigen Ort nun selbst ein Konzert zu geben, wo einst Joseph Hayn große Werke komponiert und aufgeführt hat“, erzählt Roman Wüthrich.

Musikvereine ein großes Anliegen

Unter den tausenden Gästen, waren auch viele Musikvereine vertreten, die als Gruppen ihren großen Vorbildern aus dem Publikumsbereich zujubelten. Auf der anderen Seite freuen sich die fünf Schweizer immer sehr, wenn sie Blasmusikkapellen im Publikum entdecken. Kein Wunder. Schließlich kommen die FäaschtBänkler selbst aus der Blasmusikvereins-Szene und sind auch trotz der vielen Konzerte, immer noch Teil in ihren Musikkapellen – Roman beim Musikverein Eichberg und Marco bei der Musikgesellschaft Kriessern in der Schweiz. „Sie sind für uns ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Zielgruppe.“, sagt Marco Graber. Die Musikvereine sind es, die die Songs der Schweizer Band auf den Zeltfesten im gesamten deutschsprachigen Raum zu ihrem besten geben und so die FäaschtBänkler hochleben lassen.

Der Bezug zu ihren örtlichen Musikvereinen ist den beiden sehr wichtig, denn da „spiele ich ein komplett normales Leben und das finde ich sehr schön. Es ist gut, wenn man nicht ständig im Rampenlicht steht, man gewöhnt sich ja sonst dran, dass man überall seine Vorzüge hat. Zum Beispiel - Wir müssen nirgends anstehen, und daheim tut es schon auch gut, sich wieder selber in der Reihe anstellen zu müssen. Es ist wichtig, um am Boden zu bleiben“, erklärt Roman Wüthrich.