Jukebox Bandits boten Show der Superlative im Seerestaurant Neufeld

Konzert

Sieben Herren, geschniegelt und gestriegelt, fesch im schwarzen Anzug - das sind die Jukebox Bandits. Am Freitagabend präsentierten sie im Neufeldersee Hotel & Restaurant ihr neues Programm „The Jukebox Hits“. Ihre Songs der 50er- und 60er-Jahre vermochten es, die Damenwelt zum Dahinschmelzen zu bringen.

Lucky Dean Luciano im Duett mit Bandkollegen Toni Zupanjac

Lucky Dean Luciano im Duett mit Bandkollegen Toni Zupanjac

© Nina Mayer

Was ist es, das den Zauber dieser zwei Jahrzehnte ausmacht? Die Musik, die adrette Kleidung gepaart mit schicken Frisuren, der unumstrittene Charme, der die zwischenmenschliche Kommunikation noch geprägt hat? Wohl alles zusammen. Das nahmen die Jukebox Bandits zum Anlass, in ihrer neuen Show dieser Ära zu huldigen.

Schon Wochen vor der Vorstellung war der Saal bis auf den letzten Platz ausverkauft. An die 150 Menschen wollten es sich nicht nehmen lassen, die Vollblutmusiker, von denen einer besser als der andere sein Instrument beherrscht, live zu erleben. Für diese Treue wurden die langjährigen Fans belohnt, denn die Jukebox Bandits boten ihrem Publikum eine Bühnenshow der Extraklasse.

Jukebox Bandits boten Show der Superlative im Seerestaurant Neufeld

© Nina Mayer

Frauen sind die Musik des Lebens (Richard Wagner)

Mit einer großen Portion vom besagten Charme eröffneten sie das Konzert mit dem Lied „Pretty Woman“, welches die Ladies im Saal zum Strahlen brachte. „Stand By Me“ ließ von der großen Liebe träumen. Geträumt wurde übrigens viel an diesem Frühlingsabend. „Dream, Dream, Dream“ und „Dreaming, I'm always dreaming...“ und „Carol, there will never be another...“ sog man mit Liebe ein, wie die Luft zum Atmen.

Die Musiker überzeugten mit ihrer Performance so sehr, dass man sich durch die zärtlichen Worte angesprochen fühlte und sich verzückt erst wieder entsinnen musste, dass es ja „nur“ eine Show ist. Wenngleich eine der besten, die das Burgenland zu bieten hat, sowohl musikalisch, als auch von der Entertainment-Seite betrachtet.

Jeder Traum hat ein Ende und dann wurde gerockt, was das Zeug hielt. Bei Elvis, Little Richard und Fats Domino wähnte man sich an einem Samstagabend der späten 50er-Jahre irgendwo in Amerika und himmelte mit Herzerl in den Augen Elvis, den King, an. Übrigens die Paraderolle des Bandleaders Lucky Dean Luciano.

Jukebox Bandits boten Show der Superlative im Seerestaurant Neufeld

© Nina Mayer

„Bevore Elvis, there was nothing“ (John Lennon)

Ein Herr im Publikum rief durch den Saal: „Er ist besser als der King! Unglaublich!“ Welch Kompliment! Das Publikum beherrschte die Rock'n Roll-Schritte bravourös und führte sie dermaßen schwungvoll aus, dass die Fliehkraft so stark wurde, dass eine Dame bei einer schnellen Drehung sogar mit dem Popsch am Boden landete, was der lustigen Tänzerin aber nur ein Lachen kostete. Schnell war sie wieder auf den Beinen und drehte sich zu „Great Balls of Fire“ weiter.

Jukebox Bandits boten Show der Superlative im Seerestaurant Neufeld

© Nina Mayer

Jede Musik hat ihren Himmel (Giuseppe Verdi)

„Tequila“ wurde weniger getrunken, dafür zum gleichnamigen Song getanzt und der Refrain mitgeschrien - oh, Verzeihung - gesungen. Und dann kam noch einmal Melancholie auf, verursacht durch „Suspicous Minds“. Gedanken entstanden, die irgendwo zwischen „traurig“ und „ach, ist das schön“ lagen.

Showmänner eben - sie bedienten das ganze Repertoire, brachten vor allem die Damen mit ihren Songs in gewisse Stimmungen, verstanden sie dann aber auch sehr schnell wieder aus diesen rauszuholen. Eine Achterbahn der Gefühle, so wie es sein soll, bei einer großen Show.

Ein Künstlerportrait der Band folgt demnächst.