Wenn Kultur nach Sommer schmeckt: Das Burgenland 2026

Kulturhighlights 2026

Das Burgenland macht auch 2026 wieder das, was es am besten kann: Kultur feiern – mit Charme und internationalem Format. Und das mit einer Leichtigkeit, die ansteckt und Lust macht, sofort den Kalender zu zücken. Zwischen Neusiedler See, Weinbergen und historischen Kulissen reiht sich ein Höhepunkt an den nächsten. Ob große Oper, launiger Schlagerabend, Rocklegenden oder Kabarett zum Lachen und Nachdenken – der kommende Kultursommer zeigt sich spritzig, vielfältig und einladend wie ein Glas gut gekühlter Welschriesling.

Die Seebühne Mörbisch wird auch im Jahr 2026 wieder ein Platz für kulturelle Höhepunkte sein.

Die Seebühne Mörbisch wird auch im Jahr 2026 wieder ein Platz für kulturelle Höhepunkte sein.

© Nina Mayer

Den Auftakt macht die Landeshauptstadt Eisenstadt mit „Eisenstadt in Weiß“ am 5. und 6. Juni. Wenn sich die Stadt in helle Farben kleidet, Lokale ihre Tische nach draußen stellen und Musik durch die Gassen zieht, liegt südliches Lebensgefühl in der Luft. Flanieren, genießen, plaudern – so beginnt der Kultursommer ganz entspannt.

Am 4. Juli wird es laut und legendär: „Lovely Days“ bringt mit „Alice Cooper“, „Manfred Mann’s Earth Band“, „Foreigner“ und „Colosseum“ Rockgeschichte nach Eisenstadt. Große Hymnen, markante Gitarrenriffs und jede Menge Nostalgie werden diesen Abend zu einem Treffpunkt für Musikfans aller Generationen machen.

Modern, tanzbar und international präsentiert sich „Butterfly Dance“ am 10. Juli. „Jovanotti“ sorgt für italienische Lebensfreude, „Curtis Harding“ für lässigen Soul, „Freak Power“ für groovige Beats. Eisenstadt zeigt sich dabei jung, urban und weltoffen.

Genuss steht von 19. bis 23. August im Mittelpunkt, wenn die Wein- und Genusstage die Innenstadt beleben. Regionale Weine, kulinarische Spezialitäten und Musik werden zum Verweilen einladen – perfekt für laue Sommerabende.

Ein kultureller Fixpunkt im Herbst ist „Herbstgold“ im Schloss Esterházy, diesmal von 16. bis 26. September. Weltstar Rolando Villazón wird gemeinsam mit dem „Janoska Ensemble“ emotionale Höhepunkte garantieren. Dazu kommen Julian Rachlin, das „Chamber Orchestra of Europe“, die „Bamberger Symphoniker“ und viele weitere Spitzenkünstler. Klassik auf höchstem Niveau und dennoch ganz nah am Publikum.

Die Seebühne Mörbisch bleibt auch 2026 ein Publikumsmagnet. Intendant Alfons Haider bringt von 16. Juli bis 22. August das Musical „Ein Käfig voller Narren“ auf die Bühne und übernimmt selbst die Hauptrolle. Das bunte, humorvolle Stück ist ein Plädoyer für Toleranz, Vielfalt und persönliche Freiheit – berührend, unterhaltsam und hochaktuell.

Am 29. und 30. Mai heißt es bei der „Starnacht am Neusiedler See“: Bühne frei für große Gefühle. Barbara Schöneberger und Hans Sigl führen durch zwei glanzvolle Abende. Mit dabei sind unter anderem VoXXclub, Nik P. und Julian le Play – Unterhaltung vor traumhafter Seebühnenkulisse. Weitere Künstler werden erst bekannt gegeben.

Am 21. Juli gehört die Bühne dem Schlager. DJ Ötzi bringt Partystimmung, Vicky Leandros begeistert mit Klassikern, Andy Borg weckt Erinnerungen mit „Santa Maria“ und die Nockis sorgen für Urlaubsgefühle mit „Über Rhodos küss ich dich“.

Mediterranes Flair verspricht die „Italienische Schlagernacht“ am 11. August mit Al Bano und Romina Power, Bobby Solo, Fiordalisio und der bezaubernden Fausta Gallelli, die wieder mit ihrem Sohn Alessandro Duette zum Besten geben wird.

Am 18. August sagt Andrea Berg „Ja, ich will“, am 19. August sorgt David Garrett mit seiner Geige für Gänsehautmomente, während Viktor Gernot und Thomas Stipsits am 22. Juli mit ihrem gemeinsamen Programm „Lotterbuben“ Lachsalven garantieren – bissig, pointiert und mit viel burgenländischem Augenzwinkern.

In der eindrucksvollen Kulisse des Steinbruchs St. Margarethen zeigt die „Oper im Steinbruch“ von 15. Juli bis 22. August Puccinis „Tosca“. Liebe, Verrat und Tod verdichten sich zu einem packenden Opernerlebnis – Dramatik pur vor monumentaler Felswand.

Im Südburgenland lädt Schloss Tabor von 5. bis 16. August zu Johann Strauss’ Operette „Wiener Blut“. Walzerseligkeit, amouröse Verstrickungen und feiner Humor garantieren beste Unterhaltung – ganz so, wie man es von einer klassischen Operette erwartet.

Beim Theatersommer Parndorf steht von 9. Juli bis 2. August Molières „Der Geizige“ auf dem Spielplan. Harpagons Liebe zum Geld wird mit Witz und Tempo entlarvt – ein zeitloser Stoff, der auch heute noch bestens funktioniert.

In Kobersdorf sorgt Wolfgang Böck von 30. Juni bis 26. Juli mit „Der nackte Wahnsinn“ für Lachtränen. Die turbulente Komödie über eine Schauspieltruppe hinter den Kulissen ist rasant, absurd und ein Garant für gute Laune.

Der Kultursommer Güssing setzt erneut auf hochkarätiges Kabarett. Andreas Vitasek ist ebenso mit dabei wie Josef Hader, Alfred Dorfer, Tarek Leitner und Angelika Niedetzky – klug, pointiert und immer nah am Zeitgeschehen.

Im Sommer 2026 präsentiert Musical Güssing als Hauptevent das Stück „Wie im Himmel“ (Premiere am 14. August) sowie das Familienmusical „Rapunzel lässt kein Haar herunter“. Bereits ab dem 23. Jänner startet die Saison mit dem traditionellen Faschingskabarett im Stadtsaal Güssing.

In Wiesen wird der Sommer musikalisch gefeiert: Am 25. Juli laden Josh und Rian zum Mitsingen ein, am 7. August heißt es „One Love“. Martina Schwarzmann begeistert am 14. August, ehe am 15. August ein großer Austropop-Tag folgt – mit Boris Bukowski, Reinhold Bilgeri, „Minisex“ und den „Schick Sisters Celebrate Opus“.

Sehen und hören lassen kann sich auch wieder das Picture On-Festival in Bildein am 7. und 8. August 2026. Als internationale Top-Acts sind die Reggae-Legenden „Inner Circle“, die Crossover-Pioniere „H-Blockx“, „Clawfinger“ sowie die britischen Hip-Hop-Größen „Stereo MCs“ bestätigt. Auch das international erfolgreiche burgenländische „Duo Cari Cari“ sowie Anna Buchegger und „SODL“ sind mit dabei.

2026 steht im Liszt Zentrum Raiding ganz im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Vor 20 Jahren wurde der international gerühmte Konzertsaal eröffnet. Zum Geburtstag öffnet sich das Haus noch weiter und zwar mit dem neu gestalteten Liszt Museum, das von Eduard und Johannes Kutrowatz mit großer Sorgfalt und persönlichem Zugang kuratiert wurde und nun erstmals Musik und Literatur eine Bühne bieten wird.

Musikalisch spannt Raiding 2026 erneut einen weiten Bogen: Die „Barocktage“ im März bringen hochkarätige Originalklang-Ensembles und Solistinnen und Solisten wie das „Barucco Originalklangorchester“, Matthias Bartolomey oder Kateryna Titova.

Im April folgt das „Brass Fest“ mit klingenden Namen wie Thomas Gansch und „Da Blechhauf’n“, bevor die „Summer Concerts“ im Juni mit Künstlerinnen und Künstlern wie Rusanda Panfili, Georg Breinschmid oder „La Philharmonica“ sommerliche Akzente setzen. Raiding bestätigt damit einmal mehr seine Rolle als ein musikalisches Herzstück des burgenländischen Kulturjahres.

Beim 45. Kammermusikfest Lockenhaus von 8. bis 18. Juli begrüßt der künstlerische Leiter Nicolas Altstaedt zum Auftakt einen der bedeutendsten Pianisten unserer Zeit, Sir András Schiff. Das Festival steht 2026 unter dem Motto „Verwoben“.

Der burgenländische Kultursommer 2026 wird bunt, lebendig und vielseitig. Große Namen treffen auf vertraute Lieblingsorte, Hochkultur auf laue Sommerabende, Ernsthaftigkeit auf augenzwinkernden Humor. Kurz gesagt: ein Programm, das Freude macht, neugierig stimmt und dazu einlädt, Kultur im eigenen Land zu genießen.