Regionale Kulturgüter im 21. Jahrhundert

Kulturverein Oggau

Der Kulturverein Oggau stellte bei der ersten Kulturgutwanderung Kulturgüter rund um Oggau und das Digitalisierungsprojekt des Vereins vor.

Kulturvereinsobmann Johannes Schmit (r.) freute sich mit seinen Vereinskollegen, darunter Adalbert Pallitsch oder Roman Kölpl, über das großes Interesse und viele Mitwanderer bei ihrer ersten Kulturgutwanderung.

Kulturvereinsobmann Johannes Schmit (r.) freute sich mit seinen Vereinskollegen, darunter Adalbert Pallitsch oder Roman Kölpl, über das großes Interesse und viele Mitwanderer bei ihrer ersten Kulturgutwanderung.

© Furtner-Janisch

Geschichte und einen Bezug zu heute den Menschen näher bringen – das hat sich der Kulturverein Oggau zum Ziel gesetzt. Dazu wurden nun gleich zwei Schritte gesetzt: Der Verein lud zur ersten Kulturgutwanderung, bei der Interessierte bei einem Spaziergang über die Hotter von Oggau bei einigen Kreuzen, der Weinlaubenkuppel und dem Dreiländerstein, die Geschichte hinter den Kulturgütern erzählt bekamen.

Im Anschluss stellte der Verein auch das Digitalisierungsprojekt der Oggauer Kulturgüter vor. Hier wird die Geschichte zu den jeweiligen Kulturgütern im Internet über einen QR-Code abrufbar gemacht. Diese Internetseite dient auch als Plattform, auf der die Veranstaltungen des Vereins kundgetan werden.

„Damit wollen wir auch dem Zeitgeist entsprechen. Touristen, aber auch Oggauer, können so die Geschichte der einzelnen Kulturgüter erfahren“, erklärt Vereinsobmann Johannes Schmit. Dabei soll auch ein Bezug zu heute hergestellt werden: „Wurde etwa früher ein Kreuz nach einer Pandemie oder Seuche aufgestellt, war dies meist aus Dankbarkeit, dass diese überstanden war. So fragen wir nun zum Beispiel, wie wir heute mit solchen Situationen umgehen“, so Schmit weiter.

Bisher wurden vier der Kulturgüter rund um Oggau mit solchen Codes ausgestattet. „Wir restaurieren jedes Jahr eines der Kulturgüter. Im Zuge dessen erfolgt dann auch die Digitalisierung“, so der Obmann. Diese Restaurierungen werden einerseits mit der Vereinsförderung durch die Gemeinde, aber auch mit Einnahmen aus Veranstaltungen, etwa Vorträgen, finanziert.

Besonders freut sich Schmit hier über das Engagement der Vereinsmitglieder: „Wir sind sehr gut aufgestellt. Der Historiker und ehemalige Lehrer Rudolph Rainprecht hat schon sehr viel über die regionale Geschichte recherchiert und zusammen getragen. Auch Adalbert Pallitsch, der auch Kunstgeschichte studierte, ist in dem Bereich sehr aktiv.“

Somit haben die Informationen auch „Hand und Fuß“, stellt Schmit fest. Ein weiterer Vorteil der Internetseite ist, dass man die Informationen jederzeit mit neuen ergänzen kann.

Den technischen Part der Digitalisierung übernimmt Vereinsmitglied Roman Kölpl, der auch beruflich im IT-Bereich tätig ist. „Daher ist die Digitalisierung vorwiegend ein zeitlicher Aufwand, als ein finanzieller“, so Schmit weiter.