FPÖ Rust stellt zwei neue Landtagsabgeordnete
Landtagswahl 2025
Die SPÖ hält in Rust mit 44,9 Prozent (-4,3 Prozent) souverän Platz eins. Die FPÖ überholt die ÖVP und stellt mit Christian Ries und Michelle Whitfield künftig zwei Landtagsabgeordnete. Rust bleibt weiter bunt, mit überdurchschnittlich starken Ergebnissen der kleineren Parteien.
Mit 44,9 Prozent bleibt die SPÖ klar stärkste Kraft in Rust, musste jedoch im Vergleich zu 2020 Verluste hinnehmen (-4,3 Prozentpunkte). Dies deutet darauf hin, dass einige Wähler zur FPÖ gewechselt sind, die deutlich zulegen konnte. Die FPÖ hat einen beeindruckenden Zugewinn von 14,0 Prozentpunkten erzielt und erreicht 26,8 Prozent. Das Gemeindergebnis liegt deutlich über dem Landesergebnis, der Stimmenzuwachs (Land: 13,3 Prozent) fällt nur leicht überdurchschnittlich aus. Der Anstieg liegt dabei
Die ÖVP fiel auf 16,9 Prozent zurück und verlor damit 10,7 Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Wahl. Das Minus fällt damit höher aus als im Landesschnitt und das Ergebnis um rund fünf Prozent schlechter. Nutznießer dieser Entwicklung war wohl größtenteils die FPÖ. Mit 6,6 Prozent verzeichnen die GRÜNEN leichte Verluste (-1,4 Prozentpunkte). Sie bleiben jedoch weiterhin eine kleine, aber stabile Kraft im politischen Spektrum von Rust.
Die NEOS konnten ihren Stimmenanteil auf 3,4 Prozent steigern (+1,6 Prozentpunkte) und verdoppelten nahezu ihr Ergebnis von 2020. Damit liegen die NEOS in Rust 1,3 Prozent über dem Landesergebnis. Die neue Liste Hausverstand (HAUS) erreichte bei ihrem ersten Antreten 1,4 Prozent der Stimmen und schneidet damit ebenfalls stärker ab als im Landesschnitt.
FPÖ Rust stellt zwei neue Landtagsabgeordnete
Großer Sieger in Rust ist nicht nur die SPÖ, die souverän Platz eins verteidigt, sondern auch der Landeslistenvierte, Bezirks-Spitzenkandidat und angehender Landtagsabgeordneter der FPÖ, Christian Ries. Er holte in Rust ein überdurchschnittlich starkes Ergebnis und verweist mit der FPÖ die ÖVP auf den dritten Platz. Da die Storchenstadt bei der Nationalratswahl 2024 blau eingefärbt war, hätte man allerdings sogar mit einem noch stärkeren FPÖ-Ergebnis rechnen können.
Die Ruster FPÖ hat überhaupt einen starke Rolle auf der Bezirks- und Landesliste gespielt. Neben den Plätzen vier (Christian Ries) und sechs (Michelle Whitfield) wurden auch die zwei vordersten Plätze im Wahlkreis vom blauen Ruster Duo besetzt.

© BVZ/Wagentristl
„Sehr zufrieden“ ist der angehende Landtagsabgeordnete Christian Ries mit dem Ergebnis in Rust. Wenig überraschend, da seine FPÖ Ortsgruppe mit ihm und Michelle Whitfield in der kommenden Legislaturperiode gleich zwei Landtasabgeordnete.
Das starke SPÖ-Ergebnis ist noch höher einzuschätzen, da mit Harald Weiss der erste Ruster auf der Landesliste erst auf Platz 30 folgte. Im Wahlkreis konnten die SPÖ-Anhänger nur die Ortschefs aus den Nachbargemeinden Mörbisch (Bettina Zentgraf) und Oggau (Thomas Schmid) wählen, keine Ruster Kandidaten.
Ähnlich, nur weniger erfreulich, das Ergebnis der ÖVP. Ihr schwaches Ergebnis könnte auch damit zusammenhängen, dass die Ruster ÖVP mit Gerald Szivacz nur den 14. Platz im Wahlkreis stellte - also den letzten wählbaren Platz am Wahlzettel.
Bei den Grünen blieb Renate Lissy-Honegger nur der 14. und letzte Platz im Wahlkreis, die NEOS führten keine Ruster an wählbarer Stelle. Bei der Liste Hausverstand kam dagegen mit Ex-FPÖ-Gemeinderat Alexander Reinprecht der Wahlkreis-Spitzenkandidat aus Rust.
Parteienspektrum bleibt bunt und divers
Die Landtagswahl 2025 in Rust zeigt einmal mehr einen bunten Mix in der Parteienlandschaft. Wie bei den vergangenen Wahlen schnitten Kleinparteien und Außenseiter hier stärker ab als im Landesschnitt. Die Storchenstadt bleibt also rot, aber auch bunt mit einem starken Blaustich.
Mit einer gestiegenen Wahlbeteiligung (79,1 Prozent statt 74,5 Prozent bei der Landtagswahl 2020) liegt Rust im Landesschnitt.
- Wahlberechtigte: 1.619
- Abgegebene Stimmen: 1.281
- Wahlbeteiligung: 79,1 % (+4,65 % im Vergleich zu 2020)
- Ungültige Stimmen: 14 (1,09 %)