Bienenkunde neues Schulfach an der Landwirtschaftlichen Fachschule

Landwirtschaft

An der Landwirtschaftlichen Fachschule Eisenstadt steht ab Herbst erstmals Bienenkunde auf dem Stundenplan. Fünf Bio-zertifizierte Bienenvölker sollen den Schülern dabei praxisnahes Wissen über die Imkerei vermitteln.

 Julia Mainx und Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner (v.r.) bei den Bienenstöcken im Landhaus-Garten.

Julia Mainx und Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner (v.r.) bei den Bienenstöcken im Landhaus-Garten.

© Büro LH-Stv.in Haider-Wallner

Das neue Fach umfasst 24 Bildungseinheiten. Die Schüler des zweiten Jahrgangs lernen unter der Leitung von Julia Mainx die Haltung und Betreuung von Bienenvölkern sowie die Honigernte und -verarbeitung kennen.

Drei Bienenvölker werden auf Flächen der Landwirtschaftlichen Fachschule aufgestellt, zwei weitere befinden sich im Garten beim Landhaus. Die Schüler begleiten die Völker über ein ganzes Schuljahr und lernen dabei die wesentlichen Arbeitsschritte der Imkerei kennen.

„Die Schüler begleiten die Bienenvölker über ein ganzes Schuljahr und lernen dabei alle wesentlichen Arbeitsschritte der Imkerei kennen“, erklärt Julia Mainx. Ein Bienenvolk umfasst rund 35.000 Bienen. Bei der Nahrungssuche können diese in einem Radius von bis zu drei Kilometern unterwegs sein.

Das neue Unterrichtsangebot soll auch als Einstieg in die weiterführende Ausbildung im Bereich Bienenwirtschaft dienen. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Schüler ein Zertifikat. Dieses kann als erster offizieller Ausbildungsschritt für den Lehrgang „Facharbeiter Bienenwirtschaft“ angerechnet werden.

Damit wird auch die Berechtigung für die Neueinsteiger-Förderung der Agrarmarkt Austria im Bereich Bienenwirtschaft erworben. Zusätzlich ist eine Zusammenarbeit mit dem Jugendbeauftragten des Burgenländischen Imkerverbandes geplant. Besonders interessierte Schüler sollen dadurch gezielt gefördert werden.

Aus der praktischen Arbeit soll auch der erste „Landhaushonig“ entstehen. Ein Bienenvolk produziert durchschnittlich rund 25 Kilogramm Honig pro Jahr. Der gewonnene Honig soll in kleinen Mengen als Geschenk verwendet werden. Die Gestaltung der Etiketten übernehmen die Schüler der Landwirtschaftlichen Fachschule selbst.

„Bienen sind für unsere Landwirtschaft unverzichtbar – deshalb wollen wir ihre Bedeutung auch in der Ausbildung unserer Junglandwirte stärker verankern“, betont Agrarlandesrätin Anja Haider-Wallner.