Eisenstädter veröffentlicht ersten Eisenstadt-Krimi
Lesetipp
„Der Schwalbenfänger“ – so lautet der erste Eisenstadt-Krimi von Lukas Reiff. Mit seinem Debütkriminalroman erfüllt er sich seinen lang ersehnten Traum endlich einen eigenen Krimi in die Tat umsetzen zu können. Mit Privatermittler Karl Morgentau als Hauptfigur, lässt es der Neo-Autor nun auch in der kleinsten Großstadt der Welt morden. Im Juli präsentiert Reiff seinen Krimi in Eisenstadt. BVZ-Reporter Daniel Freismuth hat bereits vorab den aufstrebenden Autor zum Interview getroffen.
Lukas Reiff präsentiert seinen Eisenstadt-Krimi.
© BVZ/Freismuth
Der Schlosspark, die Eisenstädter Innenstadt oder auch die städtische Disco: Die Schauplätze des ersten Kriminalromans von Lukas Reiff, dürften vielen Leser:innen aus der Gegend bekannt vorkommen. Zufall? Eher nicht, denn der 29-jährige kommt selbst aus Eisenstadt und hat ganz gezielt seine Heimatstadt als Kulisse ausgewählt. „Als Fan von Regional-Krimis, wollte ich schon immer einmal einen selbst schreiben, der in meiner Heimat spielt. Ich meine, wenn es mehrere Waldviertler- oder Stinatzkrimis gibt, hat durchaus auch Eisenstadt einen Krimi verdient“, erklärt Reiff.
Doch ein paar Jahre zurück. Begonnen hat alles im ersten Corona-Lockdown 2020: „Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen konnte ich meine Familie und Freunde nicht sehen, Fußballspielen war auch nicht möglich und bevor ich jetzt nur fernsehe, habe ich mir gedacht ich setzt mich jetzt jeden Abend hin und schreib für ein paar Stunden an meinem ersten Buch“, erzählt der Eisenstädter. Nach einer Feinjustierung und der Suche nach einem passenden Verlag, wurde sein Debütkrimi Mitte April veröffentlicht.
Fußball als zweite Leidenschaft
Der Eisenstädter ist für viele Hobby-Fußballer im Bezirk kein Unbekannter. Seit 2017 steht er für den SC Zagersdorf als Verteidiger am Rasen. Davor hat er unter anderem auch für den FC Oslip oder UFC St. Georgen gespielt. Neben seinen beiden Hobbys Fußball und Bücher schreiben, ist Lukas Reiff hauptberuflich als Jurist im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus in Wien tätig. Zeit zum Schreiben bleibt daher nur abends.

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Im Mittelpunkt seines Debütkriminalromans, steht der in Eisenstadt lebende Privatermittler Karl Morgentau. Er wird mit den Ermittlungen zu einem Mord hinter dem städtischen Tanzlokal „Elvis“ beauftragt. Die Spuren zum Mörder führen den Hauptcharakter durch die gesamte burgenländische Landehauptstadt. Es ist daher auch eine Art „Entdeckungstour“ durch ganz Eisenstadt, wie der 29-jährige selbst meint. „Viele Schauplätze werden die Leserinnen und Leser wieder erkennen und wenn nicht ist es vielleicht ein Anreiz Eisenstadt zu besuchen“, schildert Neo-Autor mit einem Augenzwinkern. Die Leserinnen und Leser erwarten kurze kompakte Kapitel und mehrere Handlungsstränge die letztendlich ineinanderfließen. Abgerundet wird das Buch mit witzigen Textpassagen und charmanten Charakteren, in denen man sich vielleicht selbst wiedererkennt.
Zweiter Teil und Buchpräsentationen bereits in Planung
Seine Vorliebe für österreichische Krimis hat bereits in seiner Kindheit begonnen. Die „Knickerbocker-Bande“ von Thomas Brezina waren für ihn sehr prägend. Zu seinen Vorbildern zählen auch die Autoren Thomas Glavinic mit seinem Roman „Der Kameramörder“ oder Wolf Haas mit den Brenner-Romanen.
Geht es nach dem 29-jährigen Eisenstädter, wird es wohl nicht der letzte Krimi gewesen sein. Es ist der Auftakt für eine gesamte Krimireihe rund um Privatermittler Karl Morgentau. Die Entwürfe für die kommenden Teile liegen bereits in der Schublade.
Doch bevor der nächste Teil erscheint, steht bereits am 20. Juni um 19:00 Uhr eine Buchpräsentation in der Kantine des SC Zagersdorf am Plan. Auch in Eisenstadt macht die Lesung zum neuen Krimi Station – am 2. Juli um 18:00 Uhr in der Buchhandlung Thalia.