Irischer Pfarrer sprach im Weltladen Eisenstadt über Philippinen-Hilfe

Mangos gegen Missbrauch

Der irische Pfarrer Shay Cullen setzt sich für missbrauchte Kinder auf den Philippinen ein. Am vergangenen Donnerstag berichtete er im Weltladen Eisenstadt den Englisch-Klassen des Gymnasiums der Diözese davon.

Petra Geiger-Kletzl und Anneluise Kämmerer vom Weltladen Eisenstadt freuten sich über den Besuch der Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Wolfgarten mit Direktorin Andrea Berger-Gruber zum Vortrag von "Preda"-Gründer Father Shay Cullen.

Petra Geiger-Kletzl und Anneluise Kämmerer vom Weltladen Eisenstadt freuten sich über den Besuch der Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Wolfgarten mit Direktorin Andrea Berger-Gruber zum Vortrag von "Preda"-Gründer Father Shay Cullen.

© Foto: BVZ/Kaiser

Die englische Sprache ist unser Tor zur Welt. Wer sie beherrscht, besitzt quasi den Schlüssel zu diesem Tor. Das ist wichtig, gerade für junge Menschen – auch wenn das, was hinter dem Tor liegt, ihnen manchmal nicht gefällt.

Betroffen lauschten die Jugendlichen den Erzählungen von Shay Cullen über das schwere Schicksal der Kinder, die Gleichgültigkeit der Behörden und die immer neuen Wege, wie Täter an ihre Opfer gelangen. In bestem Englisch stellten die Schülerinnen und Schüler danach Fragen und diskutierten über Altersgrenzen, wie man den Tätern im Internet sowie den Opfern im realen Leben helfen kann.

Seit einem halben Jahrhundert führt Cullen diesen Kampf. Es geht mal in die richtige, dann wieder in die falsche Richtung. „Es ist der Kampf gegen das ultimative Böse. Aufzugeben darf da keine Option sein“, erzählte er der BVZ.

Mit Mangos gegen das „ultimative Böse“

Sein Handy meldet sich ununterbrochen – der Kampf ist alles andere als einfach. Und Cullen hat sich mächtige Feinde gemacht, sowohl bei den philippinischen Behörden als auch in der irischen Kirche. Sein wichtigstes Mittel zur finanziellen Unabhängigkeit von diesen sind Fair-Trade-Mangos.

Diese kann man auch im Weltladen Eisenstadt getrocknet, eingelegt oder püriert kaufen. Ein Teil des Erlöses geht an die „Preda“-Stiftung von Cullen. Petra Geiger-Kletzl und Anneluise Kämmerer vom Weltladen Eisenstadt besuchten Cullen bereits mehrere Wochen auf den Philippinen. Auch wenn der Einsatz emotional sehr belastend ist, wollen sie wieder hin. Cullen braucht in seinem Kampf gegen das „ultimative Böse“ dringend Kriegerinnen wie sie.