Erste Bojen-Station im Burgenland eröffnet
Mehr Sicherheit am See
Am Neufelder See stehen ab sofort zehn kostenlose Schwimmbojen zur Verfügung. Die neue Sicherheitsmaßnahme soll Badegäste besser schützen.
Dipl.-Ing. Sabine Kaulich (KFV), Michael Lampel (Bürgermeister Neufeld an der Leitha) und Daniela Stoll (Geschäftsführerin Neufelder Seebetriebe GmbH).
© zVg. Neufelder Seebetriebe GmbH
Die Badesaison am Neufelder See ist in vollem Gange – und mit den steigenden Besucherzahlen wächst auch die Bedeutung von Sicherheitsmaßnahmen. Nun wurde dort die erste kostenlose Bojen-Verleih-Station des Burgenlandes eröffnet. Zehn Schwimmbojen stehen Badegästen ab sofort gratis zur Verfügung.
Initiiert wurde das Projekt von Bürgermeister Michael Lampel, der gemeinsam mit Sabine Kaulich von der Präventionsinstitution KFV die neue Station präsentierte. Die Bojen sollen vor allem die Sichtbarkeit von Schwimmerinnen und Schwimmern im Wasser erhöhen und damit einen zusätzlichen Beitrag zur Unfallprävention leisten.
„Der Neufelder See bietet Urlaubsfeeling pur, allerdings sollte man niemals vergessen, dass er an manchen Stellen mehr als 20 Meter tief ist. Mit dem kostenlosen Bojen-Verleih möchten wir eine Vorreiterrolle im Burgenland einnehmen“, betonte Bürgermeister Michael Lampel.
Die Handhabung der Schwimmbojen ist einfach: Nach der Entnahme wird der Hüftgurt angelegt und die Boje während des Schwimmens hinterhergezogen. Zusätzlich verfügen die Modelle über ein wasserdichtes Fach, in dem kleinere Wertgegenstände sicher verstaut werden können.
Zusätzliche Sicherheit für geübte Schwimmer
Die Schwimmbojen richten sich insbesondere an geübte Schwimmerinnen und Schwimmer, die sich weiter vom Ufer entfernen. Im Notfall können sie Halt geben, um sich auszuruhen, auf sich aufmerksam zu machen und auf Hilfe zu warten. „Schwimmbojen sind keine Schwimmhilfen, sondern ausschließlich eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme“, erklärt Sabine Kaulich vom KFV.
Das Sicherheitsprojekt stammt ursprünglich aus der Schweiz und wurde dort bereits erfolgreich an Seen und Flüssen eingesetzt. Mittlerweile findet die Initiative auch in Österreich immer mehr Verbreitung. Mit der Station am Neufelder See gibt es nun auch im Burgenland eine kostenlose Möglichkeit, Schwimmerinnen und Schwimmer besser zu schützen.
Wie Auswertungen des KFV zeigen, kamen im Burgenland zwischen 2020 und 2024 vier Menschen durch Ertrinken ums Leben. Österreichweit wurden heuer bereits mindestens 27 tödliche Badeunfälle registriert (Stand 12. Juli 2026). Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit im Wasser leisten daher einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung.
Neben der Nutzung von Schwimmbojen empfehlen Experten, nie alleine schwimmen zu gehen, die eigenen Kräfte realistisch einzuschätzen und Kinder niemals unbeaufsichtigt am Wasser zu lassen.