Neusiedler See: So groß war Lakemania noch nie
Mit Klimabotschaft
Mehr als 320 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus sechs Ländern haben bei der diesjährigen „Lakemania“ auf die Folgen des Klimawandels für den Neusiedler See aufmerksam gemacht. Die Seerettungsinitiative vom Verein Burgenland Extrem fand heuer bereits zum fünften Mal statt und verzeichnete einen neuen Teilnehmerrekord. Neben sportlichen Herausforderungen stand erneut der Schutz des Steppensees im Mittelpunkt.
Bei der 5. Ausgabe der „Lakemania“ am Neusiedler See jubeln die Veranstalter des Vereins „Burgenland Extrem“ über einen neuen Teilnehmerrekord.
© Burgenland Extrem
Die Initiative „Lakemania – Ahoi Neusiedler See – Fertö“ machte auch heuer auf die Auswirkungen des Klimawandels und die Gefahr einer Austrocknung des Neusiedler Sees aufmerksam. Nach Angaben der Veranstalter nahmen mehr als 320 Menschen aus Österreich, Ungarn, Deutschland, Italien, Slowenien und Tschechien teil. Damit erreichte die Veranstaltung einen neuen Höchststand. Zum Vergleich: Bei der ersten Ausgabe im Jahr 2022 gingen 34 Boote an den Start.
Die verschiedenen Strecken führten vom Seebad Rust über Mörbisch, Fertőrákos, Illmitz, Podersdorf, Weiden am See, Neusiedl am See und Breitenbrunn zurück nach Rust. Je nach Route mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis zu 42 Kilometer auf dem Wasser zurücklegen. Trotz günstiger Wetterbedingungen beschrieben die Veranstalter die Touren auf dem Steppensee als anspruchsvoll.
Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die sportliche Leistung, sondern auch die Botschaft hinter der Aktion. Das Lakemania-Komitee rund um Michael Oberhauser, Tobias Monte und Josef Burkhardt betont: „Wir wissen natürlich, dass wir den See nicht allein mit Kajaks und Ruderbooten retten werden. Aber jede zusätzliche Aufmerksamkeit hilft dem See – und damit letztlich auch uns allen. In der globalen Klimakrise brauchen wir nicht nur große internationale Lösungen, sondern auch viele regionale Initiativen direkt vor unserer Haustüre. Wir sitzen alle im selben Boot und leben auf demselben Planeten. Deshalb müssen wir alle bereit sein, die berühmte Extra-Meile zu gehen.“
Parallel zur Veranstaltung fand im Seebad Rust bereits zum dritten Mal ein Kleinboot- und Outdoor-Testival statt. Mehr als 100 Kajaks und Ruderboote standen zum Ausprobieren bereit.
Zudem präsentierten Ausstellerinnen und Aussteller aus mehreren Ländern aktuelle Entwicklungen aus der Outdoor- und Wassersportbranche. Unterstützt wurde das Programm von der Wasserrettung sowie den Freiwilligen Feuerwehren aus Rust, Oggau und Mörbisch.
Für internationales Interesse sorgte erneut der Besuch von Nigel Dennis aus Wales. Der Kajak-Coach und Abenteurer leitete am Neusiedler See eine Masterclass für Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Damit sei ein weiterer wichtiger Schritt gesetzt worden, um den Neusiedler See auch international als außergewöhnlichen Kajak- und Outdoor-Hotspot zu positionieren, heißt es von Veranstalterseite.