Wimpassing: Nahversorger-Lösung gesucht
Nach Nah&Frisch-Aus
Im Wimpassinger Gemeinderat wurde intensiv über die Zukunft der Nahversorgung diskutiert, nachdem der örtliche Anbieter Ende Juli schloss.
Umfrage. Der Wimpassinger Gemeinderat besprach in einer eigens einberufenen Sitzung Ideen zur zukünftigen Nahversorgung im Ort.
© Furtner-Janisch
Im Wimpassinger Gemeinderat wurde die zukünftige Versorgung bei einer von der ÖVP rund um Vizebürgermeister Thomas Menitz einberufenen Gemeinderatssitzung vergangene Woche diskutiert, nachdem der örtliche Nahversorger mit Ende Juli schloss.
Hier sollten unter anderem „diverse Ideen zur zeitnahen Unterstützung der Älteren und nicht mobilen Bevölkerung“ diskutiert werden, so Menitz.
Als erster Schritt wurde nun „eine Bedarfserhebung gestartet, in der nach dem Unterstützungsbedarf gefragt wird“, erklärt Bürgermeister Ernst Edelmann (SPÖ). Ein Informationsblatt dazu sowie ein Bedarfserhebungsformular liegen in der Gemeinde und dem Postpartner auf. Auch über die Homepage der Gemeinde kann das Formular heruntergeladen werden.
„Hier haben wir bereits Rückmeldungen von Bewohnern mit einem Grundbedarf an Unterstützung erhalten. Aus der Bevölkerung sind auch mehrere Nachrichten mit Vorschlägen zu möglichen Lösungen der Nahversorgung gekommen“, stellt Edelmann fest.
Zusätzlich habe er auch schon andere Anbieter kontaktiert beziehungsweise werden hier gerade Gesprächstermine vereinbart, in Absprache mit der ÖVP. „Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden“, ist Edelmann überzeugt.
Auch für ihn kam die Schließung des Nahversorgers im Ort überraschend. Er hatte gehofft, dass es einen nahtlosen Übergang im Zuge des Projekts der OSG geben würde. Diese errichtet in unmittelbarer Nähe, beim Standort des ehemaligen Gasthauses Wahl, Wohneinheiten. Im unteren Bereich war die Unterbringung des Nahversorgers geplant (die BVZ berichtete).
Die ÖVP brachte weitere Vorschläge ein, darunter Bewohner bei Bestellungen online zu unterstützen, falls dies gebraucht wird, sowie einen Shuttleservice zu Geschäften in Hornstein, Leithaprodersdorf oder Wampersdorf zu organisieren.
Nach der Auswertung der Bedarfserhebung sollen, laut Auskunft der ÖVP, weitere Maßnahmen noch im Sommer zunächst im Gemeindevorstand besprochen werden.