Zugpendler: Dorner kritisiert „Endlosschleife“ Ebenfurth
Nach Verzögerungen
Der Baustart der Schleife Ebenfurth im kommenden Jahr wäre „möglich und dringend notwendig“, drückt Landesrat Heinrich Dorner beim Ausbau des Schienennetzes auf die Tube. Auch an den Grünen in Bund und Land übt der Infrastrukturlandesrat Kritik.
Beim Schienenausbau kommt es zu Verzögerungen. Die Schleife Ebenfurth auf der Pottendorfer Linie dürfe nicht zur Endlosschleife werden, so Landesrat Heinrich Dorner.
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Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner sieht „massive Verschlechterungen für burgenländische Zugpendler bei weiterer Verzögerung der Bahnschleife Ebenfurth“. Der Ausbau der Schleife Ebenfurth soll Zug-Pendler aus dem Nord- und Mittelburgenland künftig schneller und in höhreren Intervallen nach Wien und zurück bringen. Die notwendige Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) hat das Projekt bereits.
Für Verzögerungen sorgte nun aber der Einspruch einer Bürgerinitiative, die kritisiert, dass die neue Schienenführung durch ein Natura 200-Gebiet verläuft.
Durch eben jenes Gebiet führe aber bereits auch die A3, kontert Landesrat Dorner. Dennoch wandere das Genehmigungsverfahren nach dem Einspruch nun zum Bundesverwaltungsgericht als nächsthöhere Instanz.
Dorner: Ausbau darf keine Endlosschleife werden
Dorner sieht dadurch aber den Ausbau klimafreundlicher Mobilität behindert: „Wir befinden uns mit den ÖBB laufend in enger Abstimmung. Die Ausbaupläne sind mit der Raaber Bahn AG, zwischen den Ländern Niederösterreich und Burgenland und den vom Bau betroffenen Gemeinden Hornstein, Neufeld, Ebenfurth, Eggendorf und Pottendorf akkordiert. Alle wollen das Projekt schnellstmöglich umsetzen, weil alle davon profitieren.“

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Pendler aus Neufeld würden durch die Errichtung der Schleife Ebenfurth täglich 22 Minuten Fahrzeit einsparen, rechnet der Infrastruktur Landesrat vor: „Das sind bei einer 5-Tage-Woche fast zwei Stunden an Lebenszeit-Gewinn. Die Blockade durch eine Bürgerinitiative verhindert diesen Quantensprung für die Pendlerinnen und Pendler: Denn je länger sich das Genehmigungsverfahren hinzieht, umso schwieriger wird die Umsetzung des Projekts. Das wird auch durch die ÖBB bestätigt.“
Bahnausbau im Detail
Im Februar 2022 haben Land Burgenland, ÖBB und das Bundesministerium für Klimaschutz (BMK) ein 260 Millionen Euro schweres Übereinkommen zum Bahnausbau im Burgenland unterzeichnet. Ein essenzielles Projekt in dem vereinbarten Maßnahmenbündel war und ist die Schleife Ebenfurth – eine zwei-gleisige Bahnschleife, mit der die Raaberbahn von Neufeld aus direkt mit der Pottendorfer Linie der ÖBB verbunden wird.
Gleichzeitig wird die Pottendorfer Linie im Rahmen dieses Projekts im Raum Wampersdorf bis Ebenfurth für mehr und schnellere Zugverbindungen aufgerüstet. Dank der Schleife Ebenfurth soll es möglich sein, die Fahrzeit aus dem Nord- und Mittelburgenland in die Bundeshauptstadt zu verkürzen und somit einen starken Mehrwert für die Pendlerinnen und Pendler der Region zu schaffen.

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