Burgenland bündelt Kräfte gegen invasive Pflanzen

Neophyten-Offensive

Mit einem breit angelegten Stakeholder-Workshop hat das Land Burgenland die nächste Phase seiner Neophyten-Offensive eingeläutet.

Projektmanager DI Gerhard Schlögl vom Naturschutzbund Burgenland.

Projektmanager DI Gerhard Schlögl vom Naturschutzbund Burgenland.

© Büro LH-Stv.in Haider-Wallner

Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Wasserbau, Naturschutz, Imkerei, Wissenschaft und Verwaltung brachten am Montag in Eisenstadt ihre Erfahrungen und Perspektiven zur Eindämmung invasiver Pflanzenarten ein.

Im Burgenland gelten derzeit zwölf invasive Pflanzenarten als weit verbreitet. Vier davon – Gewöhnliche Seidenpflanze, Götterbaum, Riesenbärenklau und Drüsiges Springkraut – stehen auf der EU-Liste besonders problematischer Arten. Europaweit verursachen invasive Arten Schäden von mehr als zehn Milliarden Euro jährlich.

Zentrales Ziel des Programms ist der Aufbau eines landesweiten Netzwerks zur besseren Abstimmung und Koordination der Bekämpfungsmaßnahmen. Die Offensive wird gemeinsam mit dem Verein der Burgenländischen Naturschutzorgane (VBNO) umgesetzt und mit rund 45.000 Euro gefördert. „Neophyten halten sich nicht an Gemeindegrenzen oder Zuständigkeiten. Genau deshalb brauchen wir ein abgestimmtes Miteinander statt verstreuter Einzelmaßnahmen", betonte Naturschutzlandesrätin Anja Haider-Wallner.

Hermann Frühstück, Landesleiter des VBNO, unterstrich die Bedeutung einer breiten gesellschaftlichen Beteiligung: „Invasive Pflanzenarten breiten sich oft schleichend aus. Deshalb ist Prävention entscheidend – und dafür braucht es Information, Bewusstsein und Zusammenarbeit auf allen Ebenen."