Martinkaserne Eisenstadt: Jägerkompanie wird zur Fliegerabwehrbatterie

Neue PANDUR

Das Österreichische Bundesheer investiert massiv in den Standort Eisenstadt. Mit Jahresbeginn wurde die 1. Jägerkompanie der Martinkaserne in eine Fliegerabwehrbatterie umgewandelt. Damit einher gehen umfassende Baumaßnahmen und die Stationierung moderner Radpanzer.

Mit diesen "Pandur"-Radpanzern soll die neue Fliegerabwehr des Militärkommandos Burgenland den Luftraum über Eisenstadt sichern.

Mit diesen "Pandur"-Radpanzern soll die neue Fliegerabwehr des Militärkommandos Burgenland den Luftraum über Eisenstadt sichern.

© Martin Rosenkranz

Mit 1. Jänner 2026 wurde die bisherige 1. Jägerkompanie offiziell in eine Fliegerabwehrbatterie umgewandelt. Diese Neuausrichtung ist Teil der laufenden Modernisierungswelle des Bundesheeres, die unter dem Namen „Mission Vorwärts“ firmiert. Für die Martinkaserne Eisenstadt bedeutet dies nicht nur eine Änderung des Aufgabenbereichs, sondern auch eine deutliche Aufwertung der Infrastruktur.

Das primäre Waffensystem der neu formierten Einheit wird der Radpanzer Pandur in der speziellen Ausführung für die Fliegerabwehr sein. Diese Fahrzeuge gehören zu den insgesamt 28 neuen Pandur-Systemen, deren Zulauf für das Jahr 2026 bundesweit vorgesehen ist. Um diese modernen Geräte fachgerecht unterbringen und instand halten zu können, wird die Martinkaserne baulich erweitert.

Aktuell laufen die Planungen für die Errichtung neuer Fahrzeughallen, die speziell für die Wartung und Pflege der Radpanzer benötigt werden. Zusätzlich ist der Bau beziehungsweise die Erweiterung eines Unterkunftsgebäudes geplant, um den Anforderungen der neu strukturierten Truppe gerecht zu werden.

Die Maßnahmen in der Landeshauptstadt sind eingebettet in ein umfassendes Beschaffungspaket des Verteidigungsministeriums. „2026 setzen wir die ‚Mission Vorwärts‘ fort und investieren in die Ausrüstung und Ausstattung des Bundesheeres sowie in den Aufbau notwendiger Fähigkeiten“, betont Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. Ziel sei ein verteidigungsfähiges Bundesheer zum Schutz der Neutralität und der Bevölkerung.

Ein wesentlicher Aspekt der Modernisierung ist die Durchhaltefähigkeit. So werden 382 Stromversorgungssysteme beschafft, um eine autarke Energieversorgung für Funk- und Führungssysteme zu gewährleisten. In der Martinkaserne in Eisenstadt wird durch die Kombination aus neuen Waffensystemen und moderner Infrastruktur sichergestellt, dass die Fliegerabwehrbatterie ihren neuen Auftrag im Burgenland vollumfänglich erfüllen kann.

Aufrüstung im Überblick

Neben den Panzern für Eisenstadt investiert das Heer 2026 unter anderem in folgende Bereiche:

  • Mobilität: Zulauf von 855 geländegängigen Lastkraftwagen und 49 Lkw-Hakenladesystemen.
  • Panzertruppe: Modernisierung von Leopard-Kampfpanzern und Ulan-Schützenpanzern.
  • Luftfahrt: Auslieferung der ersten zwölf Mehrzweckhubschrauber AW169M und modernisierter „Black Hawk“-Maschinen.
  • Ausrüstung: Fortführung der Ausrollung des neuen Tarnanzuges und Beschaffung von über 2.500 Soldatenfunkgeräten.