Neuer Rekordwert: PET to PET verarbeitete 1,34 Milliarden Flaschen

Neues Silo nötig

Durch die Einführung des Einwegpfandsystems kann die PET to PET Recycling GmbH mit Sitz in Müllendorf eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 ziehen.

War 2025 besonders voll: das Ballenlager von PET to PET in Müllendorf.

War 2025 besonders voll: das Ballenlager von PET to PET in Müllendorf.

© Paul Szimak

Mit insgesamt 33.675 Tonnen recycelten PET-Getränkeflaschen – was rund 1,34 Milliarden Stück entspricht – konnte das Unternehmen ein neues Allzeithoch verzeichnen. Dies entspricht einer Steigerung des Produktionsvolumens von etwa sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Ausschlaggebend für die Steigerung war laut Geschäftsführer Christian Strasser die Einführung von Einwegpfandsystemen in Österreich sowie in Nachbarländern wie Ungarn und der Slowakei. „Die Umstellung führte zu einer kräftigen Steigerung der Verarbeitungsmenge, die jedoch im Laufe des zweiten Halbjahres merkbar zurückgegangen ist“, so Strasser. Als Grund nennt er eine vorübergehende Kaufzurückhaltung der Konsumenten, die man auch in anderen EU-Ländern nach Pfandeinführungen beobachten konnte.

Zudem erschweren Billigimporte von Sekundärrohstoffen aus Nicht-EU-Ländern sowie der große Preisabstand zu Neuware die Rahmenbedingungen für die Recyclingbranche. Während die Verarbeitungsmenge stieg, lag der Absatzmarkt um drei Prozent hinter dem Ergebnis von 2024 zurück.

Um auf das neue Pfandsystem und die gemeinsame Sammlung von Flaschen und Dosen zu reagieren, wurde am Standort Müllendorf in moderne Metallabscheidungssysteme investiert. Diese erkennen und entfernen Verunreinigungen durch Getränkedosen zuverlässig. Zudem schuf ein neues 140 m³ großes Silo zusätzliche Lagerkapazitäten für das PET-Granulat. Eine neue Überdachung auf dem Werksgelände ermöglicht zudem die Erweiterung der Photovoltaik-Anlage um weitere 250 kWp.

Für das Jahr 2026 plant die Geschäftsführung weitere Automatisierungsschritte, insbesondere in der Waschanlage, um die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit des Burgenländischen Vorzeigebetriebs abzusichern.