Es wird wieder gepaddelt: Lakemania dreht die dritte Runde

Neusiedler See

Bei der Lakemania ist am Pfingstwochenende am Neusiedler See wieder einiges los: 111 Boote sind bisher gemeldet, Vorträge bereits ab Freitag und mit dem Walisen Nigel Dennis konnte auch eine Legende der Kajak-Szene nach Rust geholt werden.

Die Organisatoren Michael Oberhauser, Josef Burkhardt und Tobias Monte mit Rusts Bürgermeister Gerold Stagl bei der Präsentation der Lakemania 2024.

Die Organisatoren Michael Oberhauser, Josef Burkhardt und Tobias Monte mit Rusts Bürgermeister Gerold Stagl bei der Präsentation der Lakemania 2024.

© BVZ/Wagentristl, Peter Wagentristl

„Wir sitzen alle im selben Boot“ ist auch heuer wieder das Motto der Lakemania. Bezogen ist der Leitspruch beim Paddel-Event des 24 Stunden Burgenland Extrem Tour-Teams auf den Klimawandel, denn beim Paddel-Event am Neusiedler See sitzen die Teilnehmer (Stand 25. April) in 111 Booten.

Als schwimmender Untersatz ist dabei alles willkommen, was mit Paddeln und Rudern betrieben wird, „vom Stand-up-Paddel-Board, über Kajaks und, wenn man will, von uns aus auch im Sautrog“, scherzt das Organisatoren-Trio Michael Oberhauser, Josef Burkhardt und Tobias Monte bei der Präsentation des Programms im Ruster Seehof.

Wir hoffen mit der Lakemania auch einen Beitrag für den Tourismus am Neusiedler See leisten zu können. Durch das Event lernen viele Menschen den See kennen und lieben und entdecken ihn hoffentlich auch für den Kajak-Sport und das Stand-up-Paddeln. Organisator Michael Oberhauser.

Gepaddelt und gerudert wird heuer auf drei Runden. Die kürzeste, fünf Kilometer lange Strecke, führt einmal um den Schoppen (die Schilfinsel) und wieder zurück nach Rust. Die mittlere Runde wird von Rust bis zur Grenzinsel bei Fertörakos gedreht. Für die extremsten Teilnehmer der Lakemania steht quasi ein Marathon zu Wasser am Programm: Von Rust, über die Grenzinsel nach Mörbisch, Illmitz, Podersdorf und wieder zurück nach Rust. Die Umrundung ist dabei stolze 42 Kilometer lang.

Es wird wieder gepaddelt: Lakemania dreht die dritte Runde

© BVZ/Wagentristl

Wie man von den extremen Organisatoren erwarten würde, wird auch bei Schlechtwetter gepaddelt. Regen und Wind können die Lakemania nicht stoppen - nur Gewitter und Blitze würden das Event verhindern. Die Teilnahme am Event ist kostenfrei, aus rechtlichen Gründen ist aber eine Anmeldung notwendig.

Noch größer, noch extremer, mehr Programm

Heuer ist auch eine - schon lange ausgebuchte - Master Class mit Kajak-Legende Nigel Dennis teil der Lakemania. „Das ist, als würde Reinhold Messner am Geschriebenstein trainieren“, schwärmt Organisator Michael Oberhauser. Nigel Dennis ist normalerweise in extremeren Gefilden unterwegs, etwa am Polarkreis - ebenfalls im Kajak. Die Nachfrage am Kajak-Kurs mit dem Walisen war entsprechend groß.

Es wird wieder gepaddelt: Lakemania dreht die dritte Runde

© BVZ/Wagentristl, Peter Wagentristl

Am Vortag des Events, am Pfingstsamstag (18.Mai) steht heuer auch eine Bootsmesse mit internationalen Ausstellern inklusive Möglichkeit zum Testen der Geräte am Programm. Zudem zeigen Einsatzkräfte von Feuerwehr bis Wasserrettung am Neusiedler See, was sie und ihre Boote können. Abends gibt es dann Vorträge von diversen Expeditions-Paddlern und Bootsexperten.

Vorträge im Seehof am Pfingstwochenende

Für viele wohl überraschend ist ein Name auf der Liste der Vortragenden: AK-Präsident Gerhard Michalitsch. Der Pöttschinger ist nicht nur als Segler mit Rust und dem Neusiedler See verbunden, sondern ist auch Hobby-Schiffsbauer und wird seine Kreationen und die Arbeit, die dahinter steckt, den Zuhörern im Ruster Seehof näherbringen.

Den Auftakt zur Lakemania bildet schon am Freitag (17. Mai) ein Vortrag der neuen Geschäftsführerin des Vereins Welterbe Neusiedler See, Lina Karner.

Premiere für Drachenboot-Rennen

Ein Highlight soll heuer auch die erste Auflage des Drachenboot-Rennens werden. Dieses ist als Gemeinde-Wettkampf gedacht, mit dabei sind auch Teams der Gemeinde Oggau und sogar aus Fertörakos. „Für uns ist der grenzübergreifende Charakter des Events besonders wichtig - umso mehr freut es uns, dass auch die ungarischen Freunde mit an Bord sind“, so Oberhauser.

Die Route führt am Wasserweg zwar auch nach Ungarn, aber nicht zum gesperrten Hafengelände, sondern nur bis zur Grenzinsel.