Einfach nur wunderbar!
NINAS LIEBES GEFLÜSTER
Nina Mayer (BVZ) hatte diese Woche die Ehre, Alfons Haider und die Familie Serafin zu treffen.
Nina Mayer schreibt in ihrer Kolumne "Ninas liebes Geflüster" über die Geschichten hinter den Geschichten.
© Nina Mayer
Die Premieren in St. Margarethen und Mörbisch gingen über die Bühne. Eine war schöner als die andere. Ich nahm diese zum Anlass, die beiden Intendanten zu interviewen.
Gerne führe ich Interviews bei mir zu Hause. So war es mir eine außerordentliche Freude, Mörbisch-Intendant Alfons Haider begrüßen zu dürfen. Man kennt sich ja von den Veranstaltungen und Pressekonferenzen, aber im ruhigen, intimen Rahmen zu plaudern, ist dann doch wieder etwas ganz anderes.
Für mich ist er ja der beste Moderator, den das Fernsehen zu bieten hat und der Opernball ist ohne ihn nicht mehr das, was er einmal war. Als Mensch ist Alfons Haider unsagbar sympathisch. Empathie und Feinfühligkeit zeichnen ihn aus, das Herz hat er am rechten Fleck. Ein Erlebnis der besonderen Art, für das ich unglaublich dankbar bin.
Einen Tag später traf ich im Seehotel Rust die Serafins. St. Margarethen-Intendant Daniel Serafin, seinen Papa „Mr. Wunderbar“ Harald Serafin und dessen Gattin Ingeborg „Mausi“ Serafin. Schön war's und lustig obendrein. Mr. Wunderbar ist immer zu einem Spaß aufgelegt und als Frau fühlt man sich ob seiner charmanten Art besonders wohl.
Das Christkindl, Harald hat nämlich am 24. Dezember Geburtstag, hat so viel Energie, dass er mit seinen 93 Jahren noch einen kleinen, humoristischen Sprung im Foyer vollführte. Ein lieber Kollege erzählte mir, dass Harald Serafin ihn vor wenigen Jahren durch Wien führte und er, trotz fast 30 Jahren Altersunterschieds, kaum Schritt halten konnte.
Lustig war die Diskussion, die Harald anzettelte, ob es in der Oper auch um Sex gehe. Daniel meinte zu ihm: „Bärli, es geht nicht um Sex, sondern um Leidenschaft!“ „Nein, nein“, meinte der Senior lachend mit Schalk in den Augen. „Es geht doch immer um Sex!“ Ingeborg und ich flüsterten uns zu: „Wahrscheinlich hinter der Bühne!“ und lachten ebenfalls.
Wie gesagt, es war ungezwungen und fröhlich und es war mir ein Herzensgeschenk über Alfons Haider und die Serafins zwei Portraits schreiben zu dürfen. Ein Geschenk, für das ich unglaublich dankbar bin und das ich nie vergessen werde!