Es beginnt mit einem Fischerl

Ninas liebes Geflüster

So.

Nina Mayer (BVZ) verweigert kein Törtchen in Ehren

Nina Mayer (BVZ) verweigert kein Törtchen in Ehren

© Nina Mayer, Nina Mayer

Den Fasching hätten wir schon mal geschafft. Kommt es nur mir so vor oder waren in diesem Jahr besonders viele Feste zu feiern und besonders viele Krapfen zu essen? Auf das hinauf fällt es nun gar nicht so schwer, die Fastenzeit zu beschreiten. Obwohl: ich starte am Aschermittwoch gleich mit einem Heringsschmaus. Ein Fischerl hier, ein Fischerl da, etwas Mayonnaise, dazu ein Semmerl. So kann man sich die vermeintliche Zeit der Entbehrungen gefallen lassen.

Eigentlich machen gar nicht so wenige mit beim Fasten, wie ich gehört habe. Nun, seien wir ehrlich: meist ist es nicht mehr der christliche Sinn, der hinter dem Willen steckt, sondern der neue Badeanzug. Oder Bikini: da muss man noch strenger mit sich sein. Vielleicht sogar ein paar tägliche Turnübungen absolvieren: 10 Hampelmänner, 5 Kniebeugen und 3 Situps! Schaden kann es nicht, das Gefühl etwas für seine Figur und seine Gesundheit getan zu haben.

40 Tage dauert bekanntlich die Fastenzeit. Eine nicht zu unterschätzende Zeitspanne. Von allen meinen Bekannten hat im vergangenen Jahr genau eine die Regeln durchgezogen und diese hat es aus religiösen Gründen gemacht. Ok, schämen wir uns kurz gemeinsam. So, fertig - ich sagte kurz! Denn wirklich verstehen kann ich den Sinn des Fastens eh nicht. Was soll es schon Gutes in die Welt bringen, wenn wir uns kasteien, wenn wir kein Fleisch und keine Süßigkeiten essen und keinen Alkohol trinken?

Es schadet wohl eher unserem Umfeld. Bis zum Ostersonntag am 31. März hat sich dann so viel Missmut angesammelt, dass sich das nun wirklich nicht auszahlt. Oder sehe ich das falsch? Also: wenn Fasten, dann in einem abgelegenen Schweigekloster fernab Österreichs, denn unser Land bietet viel zu viele Leckereien, um auf diese zu verzichten. Außerdem müssen wir ja auch an unsere Wirtschaft denken! Ein Prost auf das Bruttosozialprodukt!