Sozialer Dienst Mörbisch erhält „BVZ-Martini“

Preisverleihung

Bereits zum 13. Mal verlieh die BVZ ihren BVZ-Martinipreis in den fünf Kategorien „Engagement“, „Kultur“, „Wirtschaft“, „Unsere Zukunft“ und „Sport“. Am Montag fand die Ehrung in der Kategorie „Engagement“ statt. Sieger wurde der Verein „Sozialer Dienst Mörbisch“.

Die freiwilligen Helfer Rita Phillips, Denis Dolcescu, Elfriede Lang, René Kummer und Obmann Peter Dreo-Vargyas waren glücklich, sich "Gewinner des BVZ Martinis" nennen zu dürfen.

Die freiwilligen Helfer Rita Phillips, Denis Dolcescu, Elfriede Lang, René Kummer und Obmann Peter Dreo-Vargyas waren glücklich, sich "Gewinner des BVZ Martinis" nennen zu dürfen.

© Nina Mayer

In strahlende Gesichter durfte man bei der Preisverleihung des „BVZ Martinis“ in den Räumlichkeiten des „Sozialen Diensts“ in Mörbisch blicken, als BVZ-Chef Markus Stefanitsch die begehrteTrophäe verlieh. Groß war die Freude über die Anerkennung der Arbeit ehrenamtlicher Helfer. Stolze 50 Personen der Seegemeinde stellen sich in den Dienst für die Allgemeinheit, um täglich 70 Mörbischer Bürger mit warmem Essen zu versorgen.

Vor 20 Jahren wurde die Idee dazu geboren, weil man das Problem erkannte, dass ein paar Dutzend Bewohner nicht in der Lage sind, sich selbst um ihre Mahlzeiten kümmern zu können. Da sich kein Gasthaus fand, das die Versorgung rund ums Jahr übernehmen konnte, entschied man, selbst tätig zu werden und gründete am 19. Jänner 2004 den Verein „Sozialer Dienst Mörbisch“.

Sogar ein Logo hat die Verbindung freiwilliger Helfer. Eine Sonne mit den Buchstaben „SoDi Mörbisch“. Sie strahlt so hell, wie die Augen derjenigen, die erfahren dürfen, wie gut es tut anderen zu helfen.

Sozialer Dienst Mörbisch erhält „BVZ-Martini“

© Nina Mayer

„Liebe alle Menschen, der Leidende aber sei dein Kind“ (Marie von Ebener Eschenbach)

Natürlich bedeutet es viel Arbeit und Zeitaufwand die Vorbereitungen für das Essen zu treffen, um der Köchin Ute Thaller ein bisserl unter die Arme zu greifen und 70 Portionen Essen auszuliefern, aber das gute Gefühl überwiegt, denn schließlich kann jeder in eine Notlage geraten, in der er selbst auf Hilfe angewiesen ist.

Ständig an ihrer Seite hat Ute Thaller zwei Küchengehilfen. Iona Petri und Lehrling Denis Delcescu, der am Tag der Preisverleihung seinen ersten aufregenden Tag in der Küche hatte und vom regen Treiben sichtlich angetan war. Spaß haben die Helfer, das kann man durchaus sagen, und das positive Klima in der Küche wirkt sich in irgendeiner Weise bestimmt auf das Essen und damit auf die zu Versorgenden aus.

Sozialer Dienst Mörbisch erhält „BVZ-Martini“

© Nina Mayer

Ein Mensch braucht Menschen für sein Glück

Aber nicht nur die Versorgung mit Essen ist wichtig, auch die Bedeutung des dadurch entstehenden täglichen sozialen Kontakts darf nicht unterschätzt werden. Ansprache und Hilfestellungen auch anderer Arten werden geboten und Angehörige, die nicht im Dorf leben und jeden Tag nach dem Rechten schauen können, haben durch den „Sozialen Dienst Mörbisch“ eine gewisse Sicherheit und dadurch ein leichteres Leben.

Der von Sepp Laubner entworfene „BVZ Martini“ erstrahlt in Rot, ein Symbol für den Mantel des Heiligen Martins. Leichtfertig wird er nicht verliehen. In der Redaktion werden unter den Einsendungen in jeder Kategorie fünf Projekte ausgewählt, eine hochkarätige Jury, die sich unter anderem aus Bischof Ägidius Zsifkovics und Astrid Eisenkopf zusammensetzt, wählt dann die Gewinner aus.

Sozialer Dienst Mörbisch erhält „BVZ-Martini“

© Nina Mayer

Spenden macht glücklich

Natürlich ist ein sozialer Verein wie dieser auf Spendengelder angewiesen. Im Moment wird eine neue Dunstabzugshaube benötigt, deren Kosten sich auf 15.000 Euro belaufen. Wer nun unterstützend helfen will, kann seine Spende auf folgendes Konto überweisen: AT94 3305 5000 0001 3680.

Es bleibt zu hoffen, dass die Mörbischer noch viele Jahre, wenn sie es benötigen, auf diese unkomplizierte Hilfe zählen können, denn selbstverständlich ist das in Zeiten wie diesen nicht.