„My Fair Lady“: die Attraktion des Mörbischer Kultursommers
Pressekonferenz
Am Dienstag lud Alfons Haider, der Intendant der Seefestspiele Mörbisch, ins Wiener Hotel Marriott zu einer Pressekonferenz. Unter regem Andrang gab er bekannt, was man von der Darbietung des Musicals „My Fair Lady“ in Mörbisch im Sommer erwarten darf.
Intendant Alfons Haider inmitten seiner Hauptdarsteller: Herbert Steinböck, Marika Lichter, Anna Rosa Döller und Mark Seibert
© Nina Mayer, Nina Mayer
Es grünte noch nicht so grün, wie es im wohl bekanntesten Lied des Musicals „My Fair Lady“ besungen wird, als man am Dienstag erste Einblicke in die diesjährige Produktion werfen durfte. Genau vier Monate vor der Premiere wurde dem Publikum das besondere Erlebnis eines Besuchs der Mörbischer Seefestspiele schmackhaft gemacht.
Stechende Argumente kamen zum Tragen: allen voran natürlich das einzigartige Flair des Orts, die Opulenz der Darbietung, die sich auch in diesem Jahr wieder in einem beeindruckenden Bühnenbild widerspiegeln wird und die hohe künstlerische Qualität.
Von dieser konnte man sich bei der Vorankündigung schon live überzeugen, denn die Hauptdarstellerin Anna Rosa Döller, die schon im vergangenen Jahr in Mamma Mia brillierte, und in diesem Jahr als Eliza Doolittle zu sehen sein wird, bezauberte mit dem Lied „Ich hätt' getanzt heut Nacht“, wofür sie großen Applaus erntete.
Frauenschwarm Mark Seibert als Prof. Higgins
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Alle weiblichen Augen waren auf „Professor Higgins“ gerichtet, dessen Aufgabe es sein wird, sich in unserem Burgenland um Eliza zu kümmern. Kein geringerer als der Musicalstar und Frauenschwarm Mark Seibert wird ihn verkörpern. Man darf gespannt sein, ob auch in Mörbisch, wie an vielen anderen Schauplätzen, kreischende junge Damen ihrer Begeisterung über den Schönling Ausdruck verleihen werden.
Walter Vogelweider präsentierte sein Bühnenbild, das die Zuschauer ins moderne London von heute entführen wird. Sicher eine gute Idee, die Handlung unangetastet zu lassen. Wie dem Publikum die Verlegung ins Heute gefallen wird, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall wird sie Grund zu Diskussionen geben und das ist gut so, denn nur was polarisiert, bleibt in Erinnerung.

© Nina Mayer, Nina Mayer
„Big Ben“ schlägt am Mörbischer Ufer
74 Darsteller werden auf der Bühne zu bestaunen sein, ein 30-köpfiges Orchester wird die Klänge von weltbekannten Arien, wie „Es grünt so grün“ und „In der Straße, mein Schatz, wo du lebst“, über den Neusiedlersee auf Reisen schicken. Dessen Schönheit kann man übrigens ab Reihe 30 bestaunen. Der 25 Meter hohe „Big Ben“ wird von überall unübersehbar sein.
Bis jetzt darf man mit einem Verkauf von 87.000 Karten zufrieden sein und mit Reservierungen weiterer 44.000. Die verblüffende Besucherzahl von Mamma Mia (181.000) wird man wahrscheinlich nicht erreichen, aber immerhin sind schon zwei Zusatzvorstellungen eingeschoben.
Man setzt auf Publikumslieblinge

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Zu erwähnen ist noch die Teilnahme zweier weiterer Publikumslieblinge an der Inszenierung. Sängerin und Schauspielerin Marika Lichter wird ihre mütterliche Schärfe in der Rolle von Mrs. Higgins spüren lassen, Kabarettist und Schauspieler Herbert Steinböck wird seine Person der Rolle des Alfred Doolittles schenken.
Letztendlich bleibt uns nicht nur die Vorfreude auf „My Fair Lady“ in Mörbisch, sondern auch auf die Starnacht, die Schlagernacht, den Auftritt von Zucchero und den von James Blunt. Auf einen heißen Mörbischer Kultursommer!