„Ein Haus klingt neu“: Eröffnungsfest in der Haydn Privathochschule

Promis & Studenten feiern

Den Betrieb als Privathochschule hat das frühere Joseph Haydn Konservatorium in Eisenstadt schon im vergangenen Herbst gestartet. Mit der Eröffnung des Zubaus wurde nun richtig gefeiert, mit Prominenz aus allen Sparten - und mit viel Musik in einem Haus, das „neu klingt“: Dem Motto wurde das Eröffnungsfest mehr als gerecht.

Volles Haus und Musik in allen Räumen: Die Joseph Haydn Privathochschule feierte die Eröffnung im großen Stil.

Volles Haus und Musik in allen Räumen: Die Joseph Haydn Privathochschule feierte die Eröffnung im großen Stil.

© Wolfgang Millendorfer

„Das Haus sieht nicht nur neu aus ...“, griff auch Alexander Van der Bellen besagtes Motto in seiner Videobotschaft auf. Der Bundespräsident war der als virtueller Eröffnungsredner dabei, die Gästeliste konnte sich insgesamt sehen lassen.

Rektor Gerhard Krammer und Geschäftsführer Franz Steindl begrüßten unter anderem Bildungsminister Martin Polaschek und zahlreiche politische Vertreter - darunter die Regierungsmitglieder Astrid Eisenkopf, Daniela Winkler und Heinrich Dorner sowie Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner - und auch Kulturschaffende aus dem Land. Gesegnet wurde das Haus von Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics und Superintendent Robert Jonischkeit.

„Ein Haus klingt neu“: Eröffnungsfest in der Haydn Privathochschule

© Wolfgang Millendorfer

Im großen Konzertsaal wurden die Gäste auf eine musikalische Reise durch Genres und Epochen mitgenommen. Und zum Mitmachen und Mitlachen animierte die Uraufführung von Joseph Haydns „Sonatine für Papagei, Cembalo, Hühnerhof und Katzen“.

In seiner Begrüßungsrede sprach Bildungsminister Polaschek von der vorangegangenen Hochschul-Akkreditierung als „sehr harten Prozess“: Dass die Einrichtung nun als Privathochschule agieren darf, sei ein „wirkliches Zeichen von Qualität“, auf das man zu Recht stolz sein könne. Das Management müsse sich nun jeden Tag aufs Neue beweisen, meinte Polaschek.

Prominente Eröffnungsgäste aus dem ganzen Land

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil sendete ebenfalls Grüße zur Eröffnung, er konnte aufgrund seiner jüngsten Kehlkopf-Operation nicht persönlich dabei sein. „Das ist ein großartiger Tag für die Kunst im Burgenland“, erklärte der Landeshauptmann in einer Aussendung.

Das Land Burgenland habe den Umbau finanziert und bezahle auch die laufenden Betriebskosten der Hochschule: „Wir sehen in Bezug auf das musikalische Wirken Haydns und Liszts einen klaren Auftrag, Musik zu lehren, zu erforschen und weiterzuentwickeln und vor allem zu spielen.“

Neu geschaffen wurden unter anderem neun Unterrichtsräume sowie ein Konzertsaal für 60 Besucher. Insgesamt stehen 420 Quadratmeter mehr zur Verfügung. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf fünf Millionen Euro. Die Privathochschule bietet 280 Studienplätze, die Studierenden kommen aus 36 Nationen, wurde berichtet.

Viel Platz und viele Möglichkeiten für die Studierenden

Neben dem Festakt am Vormittag stehen im Lauf des Tages mehrere Kurzkonzerte und Auftritte auf dem Programm, um die Vielfalt des Hauses zu präsentieren. Am Samstag findet im Haydnsaal auf Schloss Esterházy außerdem noch ein Festkonzert mit einer Uraufführung von Haydn-Hochschulprofessor Helmut Hödl statt.