Junge Sanis zeigten beim internationalen Bewerb in Oggau ihr Können

SAM.I. 2026 in Oggau

Die jeweiligen nationalen Sieger aus zwölf Nationen traten in Oggau am internationalen Sanitätsbewerb des Samariterbundes an. Aus ganz Europa reisten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an, um ihr Können in Erster Hilfe zu zeigen, aber auch neue Freundschaften zu knüpfen - über Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede hinweg.

Aktiv. Beim Sanitätsbewerb des Samariterbunds nahm auch eine Gruppe aus Österreich teil: Kilian, Laura und Marie mussten an einer Übungspuppe zeigen, wie man richtig reanimiert.

Aktiv. Beim Sanitätsbewerb des Samariterbunds nahm auch eine Gruppe aus Österreich teil: Kilian, Laura und Marie mussten an einer Übungspuppe zeigen, wie man richtig reanimiert.

© Furtner-Janisch

Das Oggauer Seebad wurde vergangene Woche für fünf Tage zum Treffpunkt für Jugendliche aus zwölf europäischen Nationen: Beim 10. Samaritan International Contest (SAM.I.-Contest) des Samariterbundes traten die Gruppen an, zeigten ihr Können in Erster Hilfe und bewiesen damit: Erste Hilfe ist keine Frage des Alters.

Dieser Bewerb wird vom Samariterbund alle zwei Jahre immer in einem anderen Land ausgerichtet – dieses Mal in Oggau. Neben theoretischen Wissenstests wurden unterschiedliche Notfallszenarien nachgestellt, in denen Freiwillige oder Mitarbeiter des Samariterbundes Kranke oder Verletzte spielten. Sie wurden von einem professionellen Team entsprechend geschminkt, um die Szenen realistischer zu machen. Dabei wissen die Jugendlichen im Vorfeld nie, was sie bei der nächsten Station erwartet.

Abseits des Bewerbs konnten die Kinder und Jugendlichen sich beim abwechslungsreichen Rahmenprogramm bei Ausflügen und weiteren Freizeitaktivitäten austauschen und kennenlernen. Außerdem bereiteten alle Teams im Kreativbewerb auch eine kurze Show vor, die unter dem Motto „Held im Land der Sonne – Rettung zwischen den Reben“ stand.

„Teamgeist, Respekt und Hilfsbereitschaft überwinden hier Sprach- und Ländergrenzen und machen den Contest zu einem lebendigen Beispiel für ein gelebtes Europa“, sind sich die Veranstalter, allen voran Bundesgeschäftsführer Wolfgang Dihanits, einig.

Die Veranstalter freuten sich besonders über die große Unterstützung aus der Region rund um Oggau. So nahmen sich etwa zahlreiche Menschen aus verschiedenen Bereichen zwei Tage Zeit, um als Figuranten bei realitätsnahen, verschiedenen Szenarien Kranke oder Verletzte darzustellen.

Auch für sie war es zum Großteil eine neue Erfahrung: Unter den Statisten waren auch einige Pensionisten, die über den Pensionistenverband um ihre Mithilfe gebeten wurden und sich freiwillig meldeten. Sie stellten etwa einen Herzinfarkt da oder spielten eine besorgte Großmutter.