Eisenstadt: Aktion gegen Vollspaltenböden
Tierschutz
Protestaktion des Vereins gegen Tierfabriken in der Fußgängerzone.
Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner (Grüne) unterstützte die Aktivistin des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) bei ihrem Protest gegen Vollspaltenböden.
© zVg LH-Stv.
In der Eisenstädter Fußgängerzone macht seit Donnerstagvormittag eine Aktivistin des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) auf das Leid von Schweinen in der heimischen Landwirtschaft aufmerksam. 24 Stunden lang harrt sie auf einer Fläche von 0,7 Quadratmetern aus – genau so viel Platz steht in Österreich einem 120 Kilo schweren Schwein auf Vollspaltenboden mindestens zur Verfügung.
Ab 2029 soll die gesetzliche Mindestfläche auf 0,8 Quadratmeter erhöht werden. Tierschutzorganisationen sehen das anders, kritisieren die Haltungsbedingungen und die für sie mangelnde Bereitschaft von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP), das zu ändern.
Solidarisch: Haider-Wallner zu Besuch
Zum Start der Aktion besuchte auch Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner (Grüne) die Aktivistin am Esterházyplatz. Sie betonte, dass das Burgenland weiter daran arbeite, Landwirtschaft und Tierwohl zu vereinen. Unter anderem soll der Bioanteil im Land von derzeit 40 auf 50 Prozent steigen. Zudem wolle man die Nachfrage nach regionalen Bioprodukten stärken, damit Landwirte schneller auf tierfreundlichere Haltungsformen umstellen können.
Die Aktion in Eisenstadt dauert bis Freitag, 10 Uhr.