St. Georgen: Bauernkapelle zeigte sich in neuer Tracht

Tracht mit Tradition

70 Musikerinnen und Musiker tragen jetzt eine weiterentwickelte Version der historischen Uniform. Der Blaudruck kommt aus dem Mittelburgenland.

Die Bauernkapelle St. Georgen in ihren neuen Trachten.

Die Bauernkapelle St. Georgen in ihren neuen Trachten.

© BVZ/Kaiser

Die Bauernkapelle St. Georgen tritt künftig in einer überarbeiteten Tracht auf – mit Respekt vor der Geschichte und viel Liebe zum Detail. Insgesamt 70 Mitglieder der Kapelle wurden neu eingekleidet. Dabei bleibt das Erscheinungsbild dem Original von 1963 treu.

Damals ließ sich die Kapelle vom Trachtenhaus Tostmann in Linz – mit Unterstützung einer Volkskundlerin – eine eigene Uniform entwerfen. Gefertigt wurde sie in Baumgarten. Schon damals waren markante Elemente wie das blaue Fiata (Fürtuch), das rote Halstuch und die Astrachankappe dabei.

Modernisiert mit Maßarbeit

Im Jahr 1980 wurde die erste Modernisierung vorgenommen – in Zusammenarbeit mit Volkskundlerin Dr. Clara Prickler aus Eisenstadt und dem Burgenländischen Blasmusikverband. Nun folgt die dritte Generation der Tracht.

St. Georgen: Bauernkapelle zeigte sich in neuer Tracht

© Nina Mayer

Auch diesmal wird auf die Stiefelhose, das Gillet mit roten Aufputzen und die Kappe gesetzt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Fiata: Es stammt von der letzten originalen Blaudruckmanufaktur des Burgenlands – Koo in Steinberg-Dörfl.

Kulturelles Erbe sichtbar gemacht

„Es war eine enorme Herausforderung, geeignete Schneider und Stiefelmacher zu finden, die diese Stücke in dieser Qualität und Menge herstellen können“, sagt Obmann Matthias Lehner. Besonders bei 70 neuen Garnituren stoßen viele Betriebe an ihre Grenzen. Umso dankbarer zeigt sich die Kapelle für die Zusammenarbeit.

Ein besonderer Dank geht an die Stadt Eisenstadt, das Land Burgenland und an alle Partner der Kapelle. Auch Projektleiter Florian Schnedl, Saxofonist und Archivar, wird für seine sorgfältige Arbeit besonders hervorgehoben.