EU-Bürokratie soll für Gemeinden vereinfacht werden
Vergabekriterien
Bürgermeister Thomas Steiner nahm am 27. Jänner 2026 an der Sitzung der Fachkommission für Wirtschaftspolitik des Europäischen Ausschusses der Regionen in Brüssel teil, um kommunale Erfahrungen in die aktuelle Überarbeitung der EU-Vergaberichtlinien einzubringen.
Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner in Brüssel.
© zVg Stadtgemeinde
Im Zentrum der Diskussionen stehen Vereinfachungen im Vergaberecht und mehr Handlungsspielraum für Gemeinden. Die Reformansätze zielen auf einen Abbau der Bürokratie sowie auf klare, gestraffte Grundprinzipien ab. Ein wesentlicher Punkt ist die Verschiebung des Fokus weg vom reinen Billigstbieterprinzip hin zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Zudem soll der Spielraum für Kommunen bei Vergaben unterhalb der EU-Schwellenwerte vergrößert werden.
Die burgenländische Landeshauptstadt fungiert für Steiner als praktisches Beispiel. Laut Transparenzbericht der Freistadt Eisenstadt gingen im Jahr 2023 insgesamt 96,4 Prozent der Aufträge an heimische Unternehmen, im Jahr 2024 waren es 86,67 Prozent. Große Bauvorhaben wie die Tribüne der Leichtathletik-Arena, das Jugendheim Kleinhöflein oder das Kommunikationszentrum St. Georgen wurden fast vollständig von regionalen Betrieben realisiert. „Wo die Aufträge bleiben, bleiben auch die Arbeitsplätze – und genau das macht Städte wie Eisenstadt zu stabilen wirtschaftlichen Ankern in der Region“, betont Steiner.